Respekt für Vielfalt und Anderssein
Berlin, 20.09.2012.
Eine Arbeitsgruppe der Hauptschwerbehindertenvertretung im Bundesministerium der Verteidigung hat am 14. September dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey einen Aktionsplan zur Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs für Menschen mit Behinderungen in das Erwerbsleben überreicht. Das Dokument liefert Anregungen für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im nationalen Rahmen.

Zentraler Gedanke des Aktionsplans ist die Entstehung einer inklusiven Gesellschaft, in der Vielfalt respektiert und das Anderssein als Normalität gilt. „Inklusion als zentraler Gedanke geht über den herrschenden Integrationsgedanken aus Fürsorgegründen deutlich hinaus
“, betonte Staatssekretär Kossendey. Daher seien jedwede Initiativen willkommen: „Ich begrüße die Anregungen und Vorschläge; die Arbeit verdient Anerkennung
“, sagte Kossendey.
Die Arbeitsgruppe versteht ihr Konzeptpapier selbst als Denkanstoß ohne Anspruch auf Vollständigkeit: „Wir wollen zur Diskussion anregen und zum Umdenken bewegen
“, betonte der federführende Autor der Broschüre, Dr. Thomas Mathe, „Schwerbehinderte Menschen sind Bürgerinnen und Bürger wie alle anderen auch. Um bestehende besondere Bedürfnisse auszugleichen, benötigen sie jedoch inklusive Lebenswelten
“.
Die Bundesregierung hatte am 15. Juni 2011 den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sind alle Ressorts aufgefordert, geeignete Projekte dafür zu identifizieren und zur Aufnahme in den Nationalen Aktionsplan vorzuschlagen. Diese sollen dazu beitragen, dass gesellschaftliche Strukturenund Handlungsregime in bedürfnisorientierter Weise der Lebenssituation von Menschen mit Handicap gerecht werden.

