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Vertragspartner einigen sich auf Fortsetzung des A400M-Projekts

Berlin, 08.03.2010.
Europa hält am Bau des Militärtransporters Airbus A400M fest. Die Käuferländer und der Rüstungskonzern EADS einigten sich am 5. März in Berlin über die Aufteilung der Mehrkosten und damit über die Fortsetzung des Projekts. Auch über den Auslieferungstermin erzielten die Partner eine Einigung. Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg begrüßte den Kompromiss.

Acht Vertreter unterschreiben an einem langen Konferenztisch die Einigung

Einigung zwischen EADS und den Käuferländern (Quelle: Bundeswehr/Rütters)Größere Abbildung anzeigen

EADS hat das bestehende Angebot der sieben Käuferstaaten, das unter dem Vorbehalt der jeweiligen nationalen Billigung steht, angenommen. Diese werden sich mit insgesamt 3,5 Milliarden Euro an den zusätzlichen Kosten von insgesamt 5 Milliarden Euro für die Realisierung des Rüstungsprojekts beteiligen. Demnach sind die Käufer bereit, 2 Milliarden Euro mehr für die insgesamt 180 bestellten Maschinen zu bezahlen und weitere 1,5 Milliarden Euro als Exportkredite zu gewähren.

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Bundeswehr erhält A400M ab 2014

Der Airbus A400M beim Verlassen der Endmontagehalle

Ab 2014 erhält Deutschland den A400M Militärtransporter (Quelle: Bundeswehr/Gygas)Größere Abbildung anzeigen

Deutschland soll ab 2014 die ersten A400M-Maschinen erhalten. Neben einem Lieferdatum konnten sich die Partner auch auf die Leistungsparameter des Militärtransporters einigen. Es ist sichergestellt, dass im A400M die vorgesehenen Systeme, wie beispielsweise der Schützenpanzer Puma, transportiert werden können.

Minister zu Guttenberg bezeichnete die Fortsetzung des Projekts als militärisch entscheidend. So werde der Militärtransporter als Ersatz für die veralteten C-160 „Transall“-Flugzeuge dringend benötigt. Deren Betriebskosten seien durch die lange Nutzungsdauer mittlerweile sehr stark gestiegen. Auch für den deutschen Mittelstand sei die Fortsetzung des Projekts eine gute Nachricht. Die Sicherung vieler Arbeitsplätze werde so ermöglicht, sagte zu Guttenberg gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk.

Die Entwicklung des A400M ist das bislang größte gemeinsame Rüstungsprojekt Europas. Der Militärtransporter ist ein mit vier Turboprop-Motoren ausgestatteter Schulterdecker mit einer Spannweite von 42,4 Metern und einer Höhe von 14,7 Metern. Das Flugzeug ist in der Luft betankbar und soll auch auf kurzen Sand- und Graspisten starten und landen können. Der Erstflug des A400M fand am 11. Dezember 2009 in Sevilla statt. Von den 180 bestellen Transportern wird die Bundeswehr 60 Maschinen erhalten.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jan Rippl


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