Die Aufklärungsdrohne Heron 1 rollt nach der Landung über das Rollfeld
© Bundeswehr/Daniel Richter
KategorieDrohnen

HALE, MALE, UAS: Diese unterschiedlichen Drohnenarten gibt es

Sie fliegen über dem Operationsgebiet, liefern Echtzeitbilder und können so den eigenen oder den verbündeten  Soldatinnen und Soldaten detaillierte Informationen über Feindbewegungen, Truppenstärke, Bewaffnung oder andere Details liefern: Drohnen sind vielseitig einsetzbar und heute als Aufklärungs- und Überwachungssysteme nicht mehr wegzudenken.

Unbemannte Luftfahrzeuge sind in der modernen Kriegsführung nicht mehr wegzudenken. Ausgestattet mit hochentwickelter Technik, erfassen sie mit ihren Sensoren die Lage vor Ort. Mit ihren Aufklärungsergebnissen helfen sie bei der Erstellung eines umfassenden Lagebildes und schützen somit die eigene Truppe am Boden. Die unbemannten Fluggeräte lassen sich unterschiedlich kategorisieren.

Small Unmanned Aerial System (UAS)

Bei kleineren und mittelgroßen Drohnen unterscheiden Experten vor allem nach ihrem Gewicht. Bis zu fünf Kilogramm Gewicht sprechen Militärs demnach von Small UAS (Unmanned Aerial System). Diese Drohnen werden in der Regel direkt von den Bodentruppen gestartet und gesteuert. Für die Echtzeitaufklärung  im Nahbereich der Infanterie verfügt die Bundeswehr etwa über die 18 Gramm leichte Minidrohne Black Hornet, die etwa 1,3 Kilogramm schwere Mikado und die rund 3,5 Kilogramm schwere Drohne Aladin.

Ein Soldat startet eine Aufklärungsdrohne MIKADO über ein Handbedienfeld

Unbemannter Vier-Rotor-Hubschrauber mit Elektroantrieb zur Aufklärung bei Tag und Nacht im Nah- und Ortsbereich: Mikado.

© Bundeswehr/Thomas Bierbaum

Light Unmanned Aerial System (UAS)

Deutlich größer und schwerer sind die Drohnen der Kategorie Light UAS. Mit rund 40 Kilogramm Startgewicht und einer Flugzeit von bis zu sechs Stunden liefert die Drohne LUNA bei Tag und Nacht Video-Infrarotfilme und Standbilder in Echtzeit an ihre Bodenkontrollstation. Dabei kann LUNA bis zu 80 Kilometer weit fliegen.

Die Artillerietruppe benutzt für ihre Zielaufklärung vor allem das etwa 170 Kilogramm schwere KZO. Das Kleinfluggerät für Zielortung fliegt in bis zu 3.500 Meter Höhe bis maximal 140 Kilometer weit.     

Medium Altitude, Long Endurance (MALE)

Größere Drohnen unterteilen Experten in zwei Kategorien: Die sogenannten MALE-Drohnen mit mittlerer Flughöhe und langer Einsatzdauer fliegen etwa 10.000 Meter hoch und können länger als 24 Stunden in der Luft bleiben.

Für den Einsatz in Afghanistan hat die Bundeswehr seit 2010 drei Aufklärungsdrohnen vom Typ Heron 1 von der israelischen Armee geleast. Auch in Mali setzt die Bundeswehr Drohnen dieses Typs ein. Diese werden demnächst durch das leistungsstärkere System German Heron TP abgelöst, bis die Eurodrohne (MALE RPAS) einsatzfähig ist.

High Altitude, Long Endurance (HALE)

Die Drohnen der HALE-Kategorie können ebenfalls mehr als 24 Stunden in der Luft bleiben, erreichen aber eine Flughöhe von etwa 20.000 Metern. Ihre Flügelspannweite ist mit der von großen Verkehrsflugzeugen vergleichbar. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten nutzen beispielsweise seit vielen Jahren die HALE-Drohne Global Hawk und zur Seeüberwachung deren veränderte Version Triton. Die NATO hat zudem fünf Global Hawks für ihr Alliance Ground Surveillance Programm gekauft, um ihre Fähigkeit zur Gefechtsfeldaufklärung und -überwachung zu verbessern. In Deutschland sollte mit dem Projekt PEGASUS (Persistent German Airborne Surveillance System) zukünftig eine dieser Varianten zur Verfügung stehen. Nach einer Umjustierung des Projektes wurde Anfang 2020 jedoch entschieden, PEGASUS auf Basis bemannter Geschäftsreiseflugzeuge vom Typ BOMBARDIER GLOBAL 6000 zu realisieren.

von Martin Gärtner

Die Drohnen der Bundeswehr

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