Ein Soldat sitzt einem malischen Einwohner gegenüber und Unterhält sich mit Ihm.
© Bundeswehr/Marc Tessensohn
KategorieFriedenssicherung

Gut beraten: Der vernetzte Ansatz im Einsatz

Der vernetzte Ansatz ist Grundlage bei allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Wo sind die Schnittstellen zwischen der Bundeswehr und den zivilen Akteuren in den Einsatzgebieten? Und wer sind diese zivilen Akteure überhaupt? Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr hat uns diese Fragen beantwortet.

Was ist der vernetzte Ansatz?

Im vernetzten Ansatz ergänzen sich zivile und militärische Instrumente beim internationalen Krisenmanagement. Alle involvierten Ministerien, staatlichen Institutionen und zivilen Organisationen sollen ihr Engagement im Einsatzland abstimmen – koordiniert vom Auswärtigen Amt.

Warum ist die zivil-militärische Abstimmung auf Ebene der Einsatzkontingente wichtig?

Nachdem sich die beteiligten Ressorts im Vorfeld eines mandatierten Einsatzes abgestimmt haben, wird die Abstimmung im Einsatz auf Ebene der Einsatzkontingente fortgesetzt. Das Einbringen ziviler Expertise in die militärische Planung und umgekehrt ist eine der Aufgaben der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (Civil Military Co-Operation, kurz CIMICCivil Military Co-Operation). Im besten Sinne führt sie zu einer Vernetzung von zivilen und militärischen Kapazitäten im Einsatz. 

Was sind die Schnittstellen der Bundeswehr mit zivilen Akteuren im Einsatzgebiet? 

In jedem Einsatzkontingent gibt es Schnittstellen zu den zivilen Akteuren im Land. Das können deutsche oder ausländische Nichtregierungsorganisationen (NGONichtregierungsorganisation) vor Ort sein, deutsche staatliche Organisationen wie die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZGesellschaft für internationale Zusammenarbeit) oder internationale Organisationen der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union. Die Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren im Einsatzland findet auf verschiedenen Ebenen statt. So arbeitet jeder Kommandeur mit dem für ihn relevanten Vertretern von Organisationen und lokalen Entscheidungsträgern zusammen.

Gleiches gilt für andere Angehörige des Kontingentes. Ein wichtiger Faktor bei der Vernetzung sind die CIMICCivil Military Co-Operation-Soldaten der Bundeswehr. Sie stehen im Austausch mit lokalen Entscheidungsträgern und gewinnen so Einblicke in Bildung und Gesundheit der Bevölkerung und den Zustand der örtlichen Infrastruktur.  Sie bauen Netzwerke auf, sprechen mit lokalen Autoritäten und der Bevölkerung und den Mitarbeitern ausländischer NGOs oder staatlicher Organisationen.

Auf Basis dieser Informationen entwickeln sie bei Bedarf Projekte, um der Bevölkerung zu helfen und der Truppe die Erfüllung ihres Auftrages erleichtern. Diese Projekte können gemeinsam mit zivilen Organisationen oder aus eigenen Mitteln umgesetzt werden. Es ist notwendig, bereits in Deutschland über ein belastbares Netzwerk zu diesen Akteuren zu verfügen. Dies wird beispielsweise durch die CIMICCivil Military Co-Operation-Kräfte im Einsatzführungskommando der Bundeswehr gewährleistet.

Gibt es festgelegte Formate für die Vernetzung?

Die Vernetzung beginnt bereits auf der internationalen Ebene beziehungsweise in Berlin im Rahmen des ressortübergreifenden Austauschs auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Gremien. Dies setzt sich dann in den Einsatzgebieten fort und hängt dort dann ganz vom Einsatz ab. Ist ein Netzwerk aber erst einmal aufgebaut, muss es bei regelmäßigen Treffen gepflegt werden. Im deutschen Einsatzkontingent MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali finden beispielsweise regelmäßige Treffen mit dem deutschen Botschafter statt.  

von Sylvia Börner

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