LKW UTF fährt an einer Reihe ungeschützer Transportfahrzeuge vorbei.
© Bundeswehr/Roland Alpers
Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Ausrüstung für die Bundeswehr: Fahrzeuge und Ausbildung am Simulator

Die Mittelkonsole eines Hubschraubers ist zu erkennen, flankiert von dem Piloten und Copiloten.

Rüstung

Für die Erfüllung ihres militärischen Auftrags benötigt die Bundeswehr zuverlässiges Material und Ausrüstung

In der letzten Sitzungswoche dieses Jahres hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages dem noch in diesem Jahr geplanten Abschluss von vier Verträgen mit einem Gesamtvolumen von rund 864 Millionen Euro für Investitionen in die Bundeswehr zugestimmt. Somit können Fahrzeuge und Lenkflugkörper beschafft und Ausbildungsmöglichkeiten der Bundeswehr verbessert werden.

Für die rund 864 Millionen Euro können LkwLastkraftwagen und leichte bodengebundene Lenkflugkörper beschafft werden. Zudem wird der Vertrag für simulatorgestützte Ausbildung der Besatzungen des Hubschraubers NHNATO Helicopter-90 verlängert und der Schützenpanzer Puma erhält ein laserbasiertes Ausbildungssystem. Damit können Gefechtssituationen realitätsnah geübt werden.

Mehr Transportfahrzeuge

Die in den letzten zwei Jahren beschafften 870 ungeschützten Transportfahrzeuge in den Zuladungsklassen fünf und 15 Tonnen bekommen Verstärkung. Für rund 382 Millionen Euro sollen 675 Fahrzeuge mit fünf Tonnen Zuladung und 325 Fahrzeuge der 15 Tonnen-Klasse aus einem bestehenden Rahmenvertrag bestellt werden. Weitere rund 14 Millionen Euro sind unter anderem für die erforderlichen Navigationsausstattungen vorgesehen. Die modernen, robusten und geländegängigen Fahrzeuge besitzen eine militärische Grundkonfiguration und sollen bereits für Aufgaben bei der VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 zur Verfügung stehen.

Lücke schließen

Mit dem Wirkmittel 1800+ bekommt die Bundeswehr die Fähigkeit, bewegliche und stationäre Hochwertziele in 500 bis 1800 Metern Entfernung zu bekämpfen. Etwa 76 Millionen Euro soll die Qualifizierung und Beschaffung von zunächst 850 Lenkflugkörpern zur Ausstattung der Spezialkräfte kosten. Das leichte Waffensystem soll von einem Soldaten allein getragen und gegen Infrastruktur, ungepanzerte und leicht gepanzerte Ziele eingesetzt werden können.

NHNATO Helicopter-90 Ausbildung stärken

Soldaten steigen aus dem Mehrzweckhubschrauber NH-90 aus und beziehen davor Stellung.

Mit einem neuen Simulator soll die Aus- und Fortbildung der NHNATO Helicopter-90-Luftbesatzungen optimiert werden.

© undeswehr/ Jana Neumann

Für rund 247 Millionen Euro soll die fliegerische Aus- und Fortbildung der NHNATO Helicopter-90-Luftfahrzeugbesatzungen im Simulator bis Ende Januar 2028 gewährleistet werden. Ein Upgrade der Simulatoren ist ebenfalls vorgesehen. Dadurch werden die im Simulator geflogenen Stunden noch realistischer. Eine vollständige Anerkennung der Simulatorflugstunden als reale Flugstunden soll dann möglich sein.

Realitätsnah ausbilden und üben

Schützenpanzer Puma fährt auf einem Waldweg.

Mit den Investitionen soll das Training auch für Besatzungen des Schützenpanzers Puma verbessert werden.

© Bundeswehr/Torsten Kraatz

Auch die Besatzungen des Schützenpanzers Puma sollen künftig realitätsnäher üben können. Dafür wurden rund 56 Millionen Euro für die Herstellung, Lieferung und Integration des laserbasierten Ausbildungssystems AGDUSAusbildungsgerät Duellsimulator in den Puma freigegeben. Inbegriffen sind auch zwei Auswerteeinheiten sowie Hard- und Softwaremodifikationen. Das System soll zunächst in sechs Puma integriert werden. Wird die Serienreife erreicht, können für etwa 89 Millionen Euro alle operationellen Schützenpanzer Puma für die Nutzung von AGDUSAusbildungsgerät Duellsimulator vorbereitet und weitere 252 Ausstattungen AGDUSAusbildungsgerät Duellsimulator beschafft werden.

Die am Mittwoch vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beratenen Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von insgesamt rund 864 Millionen Euro wurden als sogenannte 25 Millionen-Euro-Vorlagen vorgelegt. Unter den Begriff 25 Millionen-Euro-Vorlage fallen alle Beschaffungs- und Entwicklungsprojekte der Bundeswehr ab einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro. Diese bedürfen der gesonderten Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages.

von Alexander Schröder

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