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Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ erstmalig verliehen

Berlin, 24.02.2016, BMVg Presse- und Informationsstab.
Am 24. Februar 2016 hat die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, erstmals den Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ verliehen. Bei der Kooperationsveranstaltung des Bundesministeriums der Verteidigung und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund im Berliner Bendlerblock wurden die „Chamer Wirtschaftsjunioren“ für ihre Initiative „Brückenschlag“ mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

Die „Chamer Wirtschaftsjunioren“ schaffen mit ihrer Solidaritätsaktion eine Brücke zwischen der Bevölkerung und den Soldatinnen und Soldaten und wecken gesellschaftliches Interesse und Wertschätzung für die Auslandseinsätze der Bundeswehr, so die Würdigung der Jury.

Der künftig im Jahresrhythmus verliehene Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ ist Teil der Agenda „Bundeswehr in Führung - Aktiv.Attraktiv.Anders“. Er würdigt Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen, die sich in besonderem Maße für die Menschen in der Bundeswehr und ihre Angehörigen einsetzen.

Zusätzlich zeichnete die Verteidigungsministerin weitere acht Projekte mit der „Medaille des Bundesministeriums der Verteidigung“ als Anerkennung für einen besonderen Einsatz für die Bundeswehr aus.
Die Medaille wurde verliehen an:

- Frau Kirsten und Herrn Horst-Otto Gerberding, Holzminden,
- Herrn Prof. em. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers, Münster und Herrn Prof. Dr. Markus
Bresinsky, Regensburg,
- den Verein „Wir Bürger für unsere Soldaten in Leer e.V.“, Leer,
- Frau Feo Aladag, Berlin,
- Frau Sabine Würich, Berlin und Frau Ulrike Scheffer, Berlin,
- Herr Wolf Hoppe, Stadtallendorf,
- Herr Georg Grabner, Berchtesgaden,
- Herr Thomas Wittig, Marienberg,

Von der Leyen gab in ihrer Rede zu bedenken: „Die Menschen in der Bundeswehr brauchen das Gefühl, dass sie getragen werden in ihrem Dienst; in schwierigen Situationen und auch bei kritischen Entscheidungen. Sie wünschen sich, dass die Bevölkerung hinter ihnen steht.“

„Genau das spüren wir auch, in unendlich vielen Gesten der Wertschätzung und der Sympathie, die man mit Geld nicht kaufen kann. Quer durchs Land, in ganz vielen Städten und Gemeinden schätzen und stützen die Menschen unsere Bundeswehr“, lobte sie das Engagement der Bürger und Bürgerinnen.

Mit den Ehrungen „wollen wir Dank und Wertschätzung ausdrücken. Wir wollen Leuchttürme sichtbar zu machen und wir wollen andere ermutigen, sich ein Beispiel zu nehmen“, unterstrich die Ministerin.

Auch Dr. Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Kooperationspartners Deutscher Städte- und Gemeindebund, betonte die Bedeutung des beiderseitigen Engagements: „Die Bundeswehr, die Soldatinnen und Soldaten sind in der Gesellschaft und in den Städten und Gemeinden gut verankert. Das zeigt nicht zuletzt ihr vielfaches kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement.“

„Dies ist ein Prozess, den wir weiter fördern und stärken müssen“ bewertete er die heutige Preisverleihung als ein wichtiges Signal. „Gerade in Zeiten zunehmender globaler Krisen und Unsicherheiten erkennen die Menschen immer deutlicher, dass die Bundeswehr ein unverzichtbarer Baustein für unsere Sicherheit ist. Dazu muss sich die Gesellschaft auch vor Ort immer wieder bekennen und damit die Verankerung der Bundeswehr in der Zivilgesellschaft stärken und ausbauen“ forderte Landsberg.

Bilder der Preis- und Medaillenverleihung finden Sie unter:
https://cloud.redaktionbw.de/io/data/public/32a12f

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Hintergrundinformationen zum Preis und den Geehrten:

Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“:

Der Preisträger erhält neben einer Urkunde eine Preisskulptur und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 €. Durch diese Auszeichnung soll das Verhältnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft vertieft und nachhaltig gefestigt werden.

Die durch die Künstlerinnen Anja Lapatsch und Annika Unger geschaffene Preisskulptur in Form eines Kubus mit einer Seitenlänge von 10,5 cm besteht aus drei sich ergänzenden Teilen. Der äußere tragende Teil aus Eiche symbolisiert die Gesellschaft. Die zweite darin eingebettete Komponente aus Corian, einem mineralisch-organischen Verbundwerkstoff, steht für die Personen der Gesellschaft, die sich für die Bundeswehr einsetzen. Das dritte, die Skulptur vervollständigende Element, ein Kubus aus Messing, stellt die Bundeswehr dar und ist dabei selbst zu 100% Gesellschaft.

Aus 50 Vorschlägen aus allen Bereichen der Bundeswehr, bundeswehrnahen Verbänden und Gewerkschaften, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Städtetag wurde der Preisträger „Bundeswehr und Gesellschaft“ von einem Empfehlungsausschuss unter dem Vorsitz von Dr. Landsberg und durch die Verteidigungsministerin ausgewählt.

Mit dem Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ wurde ausgezeichnet:

- Herr Dr. Andreas Stangl für die „Chamer Wirtschaftsjunioren“, Cham, eine Organisation junger Unternehmer und Führungskräfte, zu deren Engagement neben dem Versand von Ortschildern, Paketen und Briefen in den Einsatz auch der öffentliche Rückkehrer-Empfang oder die Unterstützung von Angehörigen und von Soldaten, die aus dem Dienst ausscheiden, zählen.

Mit der „Medaille des Bundesministeriums der Verteidigung“ wurden gewürdigt:

- Frau Kirsten und Herrn Horst-Otto Gerberding, Holzminden,
für ihre „Courage! Die Gerberding Stiftung“ mit dem Projekt „Das Gelbe Band der Verbundenheit“. Das Band soll die Verbundenheit und Solidarität mit den Soldaten im Einsatz und deren Familien sichtbar machen. Ziel des Projektes ist auch, den Blick auf den Menschen hinter dem Soldaten, auf seine Familie, auf Partner, Kinder und Eltern zu richten.

- Herr Prof. em. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers, Münster und Herr Prof. Dr. Markus Bresinsky, Regensburg,
für ihre „Summer University“, die jährlich beim 1. Deutsch-Niederländischem Korps als offene universitätsübergreifende Veranstaltung stattfindet. Durch die Vermittlung von sicherheitspolitischen Inhalten machen sie Studierende der Politikwissenschaften mit dieser Thematik vertraut und fördern das Verständnis füreinander.

- Herrn Franz Plück stellvertretend für der Verein „Wir Bürger für unsere Soldaten in Leer e.V.“, Leer,
der seit 2011 in Leer und Umgebung um Verständnis für und Solidarität mit der Bundeswehr wirbt und u.a. die daheimgebliebenen Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten im Einsatz begleitet.

- Frau Feo Aladag, Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin, Berlin,
deren Film „Zwischen Welten“ Einsatzalltag- und –stimmung der Soldaten bei ISAF in einem fremden Kulturraum, einer asymmetrischen Bedrohungslage und im Spannungsfeld als Soldat und „Diplomat“ eindringlich darstellt.

- Frau Sabine Würich, Fotografin, Berlin und Frau Ulrike Scheffer, Journalistin, Berlin,
die in ihrem Buch und der Wanderausstellung “Operation Heimkehr“ Einsatzrückkehrer von den Herausforderungen, das in Afghanistan Erlebte zuhause zu teilen und im Alltag wieder Fuß zu fassen, berichten lassen.

- Herr Wolf Hoppe, Vorstandsvorsitzender der Hoppe AG, Stadtallendorf,
der den Förderverein des Stabes und der Stabs- und Fernmeldekompanie der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf persönlich und finanziell unterstützt, um die Belastungen des Auslandseinsatzes abzumildern und Weiterbildungsangebote für Soldatinnen und Soldaten schafft.

- Herr Georg Grabner, Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, Berchtesgaden,
für die große Wertschätzung und enge Verbundenheit von Landkreis und Kommunen mit den Soldatinnen und Soldaten, so im Rahmen der Familienbetreuung oder beim Versenden von Paketen in die Einsätze.

- Herr Thomas Wittig, ehemaliger Oberbürgermeister der Kreisstadt Marienberg, Marienberg,
der neben persönlichen Besuchen in den Einsätzen Stadträte und Bürgerschaft für die Belange der Bundeswehr sensibilisierte. Dabei unterstützt die Stadt u.a. die Familienbetreuungsstelle für die Angehörigen oder hält den traditionellen Neujahrsempfang gemeinsam ab.

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Stand vom: 25.02.16


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