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Staatssekretärin Suder: Gesicherte Zukunft für die HIL

Berlin, 19.01.2016.
Die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH (HIL) ist eines der Modernisierungsprojekte der Bundeswehr aus dem Jahr 2005. Sie entlastet die Truppe bei der Instandsetzung und hat sich als anerkannter Dienstleister etabliert. Im Interview bekräftigt Staatssekretärin Katrin Suder wie wichtig die HIL für die Bundeswehr ist.

Instandsetzung eines Panzers

Reparatur und Wartung werden durch die HIL sichergestellt. (Quelle: Bundeswehr/Kazda)Größere Abbildung anzeigen

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Was ist der Wert der HIL für die Bundeswehr?

Die HIL GmbH ist als Inhouse-Gesellschaft des Bundes der Garant für die professionelle Instandsetzung der Landsysteme des Heeres. Mit der HIL ist es gelungen, die Verantwortung für Planung, Steuerung und Durchführung aller Instandhaltungsmaßnahmen für heerestypisches Gerät zu bündeln; insbesondere für gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge. Damit wurde die Verfügbarkeit des Gerätes für den Ausbildungs- und Übungsbetrieb hier in Deutschland erhöht.

Die HIL hat zudem das Ziel erreicht, die Bundeswehr von Aufgaben des Grundbetriebes zu entlasten, um Kräfte für die Einsätze frei zu machen. Das Unternehmen nutzt die Kapazität der drei HIL-Werke, in denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bundeswehr für die Leistungserbringung beigestellt sind. Den weitaus überwiegenden Anteil der Instandsetzungsaufträge vergibt die HIL jedoch bereits heute an die deutsche und europäische Industrie.

Der Truppe stehen regelmäßig 70 Prozent des Geräts einsatzfähig zur Verfügung. Das Unternehmen hat den Nutzungsgrad der Waffensysteme deutlich erhöht und ist heute als Dienstleister in der Truppe anerkannt.

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Wie sehen Sie die Zukunft der HIL?

Weil die HIL einen guten Job macht, beabsichtigt die Bundeswehr künftig deutlich mehr Gerät in das Instandsetzungsmanagement der HIL zu überführen. Damit geht das Unternehmen in eine gesicherte Zukunft.

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Was bedeutet dies für die Werke?

Die drei HIL-Werke gingen aus den früheren Heeresinstandsetzungswerken hervor. Die Beistellung der Bundeswehrmitarbeiter dient deren Beschäftigungssicherung. So konnten diese trotz der Auslagerung der Aufgabe in ein Unternehmen am bisherigen Standort weiter beschäftigt werden.

Natürlich verringert sich die Zahl der Bundeswehrmitarbeiter in den HIL-Werken – gemäß den damals getroffenen Vereinbarungen – jedes Jahr durch altersbedingte Abgänge. Die Arbeitsplätze werden solange erhalten, wie in den Werken ein wirtschaftlicher Instandsetzungsprozess mit beigestelltem Personal möglich ist. Aufgrund der Altersstruktur des beigestellten Personals werden die Werke – wenn auch bei sinkendem Instandsetzungsvolumen – noch über eine Reihe von Jahren weiter betrieben werden können.

Unsere Aufgabe ist es, zusammen mit dem Unternehmen diese Phase der weiter sinkenden Personalzahlen so zu gestalten, dass die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr möglichst lange einen sinnvollen Beitrag zur Instandsetzung des Bundeswehr-Geräts leisten können.

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Was ist dran an den Gerüchten, dass in naher Zukunft Werke geschlossen werden sollen?

An den Gerüchten, von denen Sie sprechen, ist nichts dran. Wie ich vorhin schon sagte, werden wir die HIL-Werke noch über Jahre hinaus betreiben. Ich habe dazu angewiesen, Pläne mit dem Ziel zu erarbeiten, die Instandsetzungsleistung der Bundeswehrmitarbeiter in den Werken für die Bundeswehr möglichst lange in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu erhalten. In diese Überlegungen werden wir alle Verantwortlichen mit einbeziehen, um diesen Prozess gemeinsam und transparent zu gestalten.

Es ist doch selbstverständlich, dass die Bundeswehr die wertvollen Kompetenzen und die Arbeitsleistung der verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich für die Instandsetzung der Waffensysteme nutzen will. Klar ist aber auch die vor mehr als einem Jahrzehnt getroffene Grundentscheidung, dass es nicht Aufgabe der Bundeswehr und der HIL sein kann, selbst und bis in alle Ewigkeit Instandsetzungsleistungen zu erbringen, für die wir auch eine hochqualifizierte Industrie haben.

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Stand vom: 19.01.16 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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