Sie sind hier: Startseite > Journal > Aus dem Ministerium > Preisgekrönte Unterstützung

Preisgekrönte Unterstützung

Berlin, 17.03.2016.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am 15. März 2016 an der Preisverleihung „Partner der Reserve“ in Berlin teilgenommen. Mit dem Preis ehren das Bundesministerium der Verteidigung und der Verband der Reservisten der Bundeswehr Arbeitgeber, die sich um die Reserve der Bundeswehr in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Ministerin mit den Preisträgern am Tisch

Der Preis „Partner der Reserve“ wurde zum ersten Mal verliehen. Er soll das Verhältnis zwischen Bundeswehr, Reservistenverband und Privatwirtschaft vertiefen. (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigen

Nie zuvor war die Bundeswehr in eine solche Vielzahl von Auslandseinsätzen eingebunden wie heute. Im Inland unterstützt sie in der Flüchtlingshilfe. Auch die Cyberbedrohung ist längst Realität. Damit die Bundeswehr den Herausforderungen gerecht werden kann, braucht sie ihr Back-up: die Reserve. Sie ist eine entscheidende Stütze. Der Reservedienst beruht heute auf Freiwilligkeit der Arbeitgeber und der Reservisten. Daher ist eine enge Kooperation zwischen Bundeswehr, Wirtschaft und den Reservisten entscheidend. Die Bereitschaft zur Freistellung für den Dienst in der Bundeswehr ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Mit dem Preis „Partner der Reserve“ würdigen das Bundesministerium der Verteidigung und der Verband der Reservisten der Bundeswehr nun erstmalig Arbeitgeber, die sich in vorbildlicher Weise um die Reserve der Bundeswehr verdient gemacht haben. Verliehen wurde er am 15. März im Rahmen der Vorabendveranstaltung der Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages im Hamburger Bahnhof in Berlin. Der Preis soll das Verhältnis zwischen Unternehmen und Bundeswehr weiter vertiefen und festigen.

nach oben

Bindeglied zwischen Streitkräften und zivilen Arbeigebern

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen betonte die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Wirtschaft und Bundeswehr. Seit Aussetzen der Wehrpflicht sei die Freistellung von Reservisten zur Unterstützung der Streitkräfte noch wichtiger geworden. Darüber hinaus seien Reservisten ein wichtiges Bindeglieder zwischen Truppe und zivilen Arbeitgebern. „In diesem regelmäßigen Austausch liegt ein gewaltiges Potenzial.“

In welches „Großunternehmen“ die Reserveübenden gehen und welche wirtschaftliche Rolle die Bundeswehr als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland spielt, verdeutlichte die Ministerin: „Eine Viertelmillionen Menschen arbeiten bei der Bundeswehr, wir haben eine Reederei mit über 80 Schiffen und Booten, ein Flugunternehmen mit über 600 Flugzeugen und Hubschraubern, ein Klinikverband mit 5 Krankenhäusern. Wir sind ein Logistikriese, der täglich fast viermal so viel Material an Ausrüstung bewegt wie Volkswagen.“ Auch die Bundeswehr als wichtigen Partner der Wirtschaft hob die Ministerin hervor: So vergibt die Bundeswehr jährlich Aufträge im Wert von circa 14 Milliarden Euro und nochmals 3 Milliarden zum Materialerhalt an Unternehmen. Als ein wichtiges Bindeglied zwischen der Bundeswehr und den zivilen Arbeitgebern, seien die Reservistinnen und Reservisten unverzichtbar.

Gruppenfoto von den Preisträgern mit der Ministerin

Den Preis erhielten das Ingenieurbüro Bieschof, das Beratungsunternehmen MarServices GmbH sowie die Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH. (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigen

nach oben

Preisträger mit „sicherheitspolitischer Weitsicht"

Eine Auszeichnung erhielt zum einen das Ingenieurbüro Bieschof aus Hannover, das seit über zehn Jahren der Bundeswehr als Partner verbunden ist. Die Bundeswehr nutzt die Kapazitäten der Reservisten des Ingenieurbüro Bieschof um ganz gezielt, zum Beispiel einsatzbedingte Personalengpässe zu kompensieren oder auch, um vom Wissenstransfer aus verschiedenen Bereichen der zivilen Wirtschaft zu profitieren. Das Ingenieurbüro Bieschof nutzt die Möglichkeiten, die die gut ausgebildeten Fachkräfte der Bundeswehr bieten, im zivilwirtschaftlichen Wettbewerb. Mittlerweile sind 75 Prozent der Belegschaft des Ingenieurbüros Reservisten.

Mit dem Preis „Partner der Reserve“ wurde auch das Beratungsunternehmen MarServices GmbH gewürdigt. Die persönliche Weiterentwicklung der 21 Mitarbeiter mit Reservedienstgrad wird auch als Mehrwert für die Firma verstanden. Die Geschäftsführung unterzeichnete bereits im Jahr 2012 eine Kooperationsvereinbarung mit der Luftwaffe und unterstrich damit die firmeneigene Förderung von Reservisten.

Auch im Bereich des Gesundheitswesens sind zivile Arbeitgeber Partner der Bundeswehr. Die Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH stellt bereits seit vielen Jahren leitende Ärzte für den Reservedienst frei. Das Engagement reicht dabei von Auslandseinsätzen bis hin zu engen Kooperationen mit dem Psychotraumazentrum der Bundeswehr in Berlin. Hierdurch wird eine wichtige Brücke von Expertise zwischen dem zivilen und dem militärischen Bereich geschaffen, aus der vielfältige Impulse für die therapeutische Arbeit für beide Seiten hervorgehen.

Der Präsident des Reservistenverbandes und Mitglied des Bundestages, Roderich Kiesewetter, versicherte in seiner Laudatio: „Diese Arbeitgeber haben sicherheitspolitischen Weitsicht bewiesen und stärken den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“ Welche Chance die Beschäftigung von Reservisten für Unternehmen darstellen, hob auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Eric Schweitzer hervor: „Sie profitieren davon, wenn ihre Mitarbeiter aus dem anspruchsvollen Reservistendienst neue Kenntnisse und Fähigkeiten in den Unternehmensalltag einbringen.“ Die drei Preisträger bewiesen in beeindruckender Weise, wie mit individuell zugeschnittenen Modellen Bundeswehr und Wirtschaft gleichermaßen gewinnen können.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 17.03.16 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.journal.ministerium&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB010000000001%7CA84BH7203DIBR