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Britischer Botschafter: Vertiefung der Zusammenarbeit ja, Europäische Armee nein

Berlin, 08.03.2016, 16e11704.
Großbritannien ist bereit, die militärische Zusammenarbeit mit seinen internationalen Partnern weiter zu vertiefen, sagt der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood, im Interview mit der Redaktion der Bundeswehr. Auch die militärischen Beziehungen zu Deutschland sollen in Zukunft noch enger werden.

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Großbritannien wolle Mitglied einer „reformierten EU“ bleiben, sagte Botschafter Wood mit Blick auf das bevorstehende Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union. Die EU sei ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft und Sicherheit Großbritanniens. Im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik habe sein Land immer eine „führende Rolle“ gespielt. Dies solle auch in Zukunft so bleiben, so der Botschafter. Großbritannien sei bereit, die militärische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Eine europäische Armee sieht er dagegen nicht: Dies berühre den „Kern unserer Souveränität“.

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Zusammenarbeit mit Deutschland ausbauen

Großbritannien begrüßt, so Botschafter Wood, dass sich Deutschland in der vergangenen Jahren aktiver und stärker in die internationale Politik einbringt. Die militärischen Beziehungen beider Länder seien sehr gut. Ein „bisschen traurig“ stimmt Wood daher der Abzug der letzten britischen Truppen aus Deutschland bis 2020, weil die Präsenz zu der engen Kooperation beigetragen habe. Für den Botschafter gilt es nun den Blick nach vorne zu richten und sowohl die militärische als auch die diplomatische Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

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Kritik an Rolle Russlands im Syrien-Krieg

Der Syrien-Krieg sei „fürchterlich“, sagt Wood. Obwohl ein Anfang gemacht sei, bleibe es sehr schwer eine politische Lösung zu finden. Die Rolle Russlands in dem Konflikt sieht er kritisch. Russland bleibe ein internationaler Partner. Ein „normaler Dialog“ sei aber erst wieder möglich, wenn es das Minsker Abkommen umsetzt. Nach wie vor belaste das russische Verhalten in der Ukraine-Krise die Zusammenarbeit. Der Botschafter spricht sich für eine zweigleisige Politik des Westens aus: Neben einer „effektiven Politik der Abschreckung“ müsse man in stetigem Kontakt bleiben.

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Stand vom: 08.03.16 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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