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Polnischer Botschafter zweifelt an Kooperationswillen Russlands

Berlin, 02.03.2016.
Der polnische Botschafter Jerzy Margański erwartet auf absehbare Zeit keine Verbesserungen im Verhältnis zu Russland. Mit seinem Verhalten habe Russland internationales Vertrauen verspielt und bedrohe nicht nur die östlichen Mitgliedstaaten der NATO. Auf dem bevorstehenden Gipfel in Warschau sollte das Bündnis seine Verteidigungsbereitschaft unterstreichen und an die Beschlüsse von Wales anknüpfen.

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Innerhalb der NATO gibt es, so Margański, „Zonen ungleicher Sicherheit“. Es sei daher von großer Wichtigkeit, dass die Mitgliedstaaten nach Außen mit einer Stimme sprechen und ihren Konsens über den Wert der kollektiven Sicherheit bewahren. Die NATO bleibe Russland in wichtigen militärischen Bereichen und den Verteidigungsausgaben überlegen. Nichtsdestotrotz sei dessen Politik eine „Bedrohung für das ganze Bündnis“. Für den polnischen Botschafter muss die NATO noch mehr in ihre Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit investieren, um auf neue Phänomene wie die hybride Kriegführung reagieren zu können.

Ausdrücklich lobt Margański die Rolle Deutschlands bei der Umsetzung der Beschlüsse von Wales. Polen schätze das deutsche Engagement bei der Aufstellung der schnellen Speerspitze (VJTF) und bei gemeinsamen Übungen der NATO-Mitgliedstaaten. Auch die bilaterale militärische Zusammenarbeit beider Länder sei sehr gut. Die Kooperationsvereinbarungen zwischen den Streitkräften zeigen nach dem Botschafter den Weg auf, wie nationale Armeen „im Sinne einer engen europäischen Verteidigungspolitik“ zusammenarbeiten können.

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Stand vom: 02.03.16 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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