Verteidigungsminister seit 1955

Der Bundespräsident ernennt den neuen Verteidigungsminister (Symbolfoto) (Quelle: dpa/Kumm)
Seit der Gründung des Ministeriums im Jahr 1955 bekleideten 16 Politiker das Amt des Verteidigungsministers. Auf dieser Seite haben wir Informationen zu den früheren Amtsinhabern zusammengestellt.
Frühere Verteidigungsminister
Der Jurist war vom 28. Oktober 2009 bis zum 3. März 2011 der 15. Bundesminister der Verteidigung. Zuvor hatte er dem Bundeskabinett als Minister für Wirtschaft und Technologie angehört.
In seiner Zeit als Verteidigungsminister hat die Bundeswehr an zahlreichen Einsätzen teilgenommen. Im Sommer 2008 verabschiedete Jung den 250.000. Soldaten in den Auslandseinsatz.
Die Transformation der Bundeswehr bereitete diese auf ihren Auftrag als Einsatzarmee vor. Peter Struck legte hierzu die Weichen in politischer und militärischer Hinsicht.
Rudolf Scharping übernahm als Minister der ersten rot-grünen Bundesregierung das Verteidigungsministerium. In seine Amtszeit fielen der Kosovo-Konflikt sowie die Terroranschläge vom 11. September 2001.
Unter Volker Rühe nahm die Bundeswehr erstmals an friedenssichernden Einsätzen außerhalb des NATO-Bündnisgebietes teil. Auch zeichnete sich immer mehr die Notwendigkeit einer Reform der Streitkräfte ab.
Gerhard Stoltenberg war der erste gesamtdeutsche Verteidigungsminister. Zu seinen Aufgaben gehörte es, auch die Vereinigung von NVA und Bundeswehr umzusetzen.
Der Juraprofessor Dr. Rupert Scholz war der neunte Verteidigungsminister der Bundesrepublik. Er führte die Politik seines Vorgängers fort, welche auf eine Entspannung zwischen den beiden Militärblöcken zielte.
Mit der Regierung Kohl übernahm ab 1982 Manfred Wörner, ein ehemaliger Kampfpilot und späterer NATO-Generalsekretär, das Verteidigungsministerium.
Mit Hans Apel bekam die Bundesrepublik ihren ersten ungedienten Verteidigungsminister. In seine Amtszeit fiel der umstrittene NATO-Doppelbeschluss sowie der Hilfseinsatz bei der Schneekatastrophe in Norddeutschland im Winter 1978/79.
Unter dem "Soldatenvater" wurde die Bundeswehr weiter vergrößert und stärker in die Nordatlantische Gemeinschaft integriert. Dies brachte ihn allerdings in einen starken Gegensatz zu Teilen seiner Partei.
Helmut Schmidt war der erste Sozialdemokrat im Amt des Verteidigungsministers. Ihm gelang es zu Beginn der siebziger Jahre, die Bundeswehr der neuen Bedrohungssituation anzupassen.
Gerhard Schröder gehörte zu den maßgeblichen Spitzenpolitikern der frühen Bundesrepublik. Als Innen-, Außen- und Verteidigungsminister war er seit 1953 sechzehn Jahre lang Mitglied der verschiedenen Regierungen.
Unter Kai-Uwe von Hassel gingen ab 1962 der Ausbau und die allmähliche Konsolidierung der Streitkräfte weiter. Zudem begann die bis heute andauernde Tradition der humanitären Hilfseinsätze der Bundeswehr.
Franz Josef Strauß hat wie wenige deutsche Politiker die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik entscheidend mitgeprägt.
Theodor Blank wurde 1950 zum „Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen“. Fünf Jahre später ging aus seiner Dienststelle das Bundesministerium der Verteidigung hervor.