Sie sind hier: Startseite > Ministerium > Der Minister > Minister Jung besucht Afghanistan

Direkter Eindruck vor Ort

Kabul/ Mazar-e-Sharif/ Kunduz, 30.01.2008.
Wo stehen wir in Afghanistan? Was leistet die Truppe? Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung machte sich ein Bild von seinen Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan.

Ohne Sicherheit kein Wiederaufbau und ohne Wiederaufbau keine Sicherheit, so das Prinzip der vernetzten Sicherheit. Plakativ formulierte Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung während seines zweitägigen Überraschungsbesuchs in Afghanistan vier Schlüsselaufgaben, nach denen die deutschen Soldaten am Hindukusch im Sinne dieses Grundsatzes ihren Auftrag erfüllen: „Schützen, helfen, vermitteln, aber – wenn nötig – auch kämpfen.“

nach oben

Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung im Gespräch mit Soldaten im Camp MarmalLupe
Auf dem richtigen Weg (Quelle: Bundeswehr)

Gut ausgerüstet und ausgebildet

Gut ausgerüstet und ausgebildet seien die deutschen Soldaten, davon habe er sich sowohl früher als auch heute überzeugen können, machte der Minister am Mittwoch in Mazar-e Sharif deutlich.
Auch die Aufgaben einer schnellen Eingreiftruppe (QRF) – eine entsprechende NATO-Anfrage war dieser Tage in Berlin eingegangen und wird derzeit geprüft – stelle kein neues Aufgabenspektrum für die Bundeswehr in Afghanistan dar, erklärte Jung. Vielmehr sei die Wahrnehmung solcher Aufgaben bereits jetzt wichtiger Bestandteil des Auftrages und gehöre beispielsweise in den deutschen Wiederaufbauteams in Kunduz und Feyzabad zur täglichen Realität.

nach oben

Gespräche in Kabul

Bereits am Dienstag war Jung mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Kabul zusammengetroffen. Hochzufrieden und dankbar sei Karzai für die Art und Weise, wie Deutschland und insbesondere die Bundeswehr die Stabilität und friedliche Entwicklung Afghanistans unterstütze, fasste der Verteidigungsminister das Treffen zusammen.
„In erster Linie bin ich unseren Soldatinnen und Soldaten sehr dankbar für die Professionalität mit der sie hier in Afghanistan ihren Dienst versehen. Dabei war und ist dieser Einsatz immer schon mit Risiken für Leib und Leben verbunden“, erklärte Jung. „Dennoch ist er wichtig, nicht nur unmittelbar für die Stabilität und Sicherheit in Afghanistan, sondern auch für die Sicherheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger in Deutschland. Ich wünschte, dies würde stärker in der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, fügte er im Hinblick auf den Kampf gegen den internationalen Terrorismus hinzu.

nach oben

Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung und die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Ulrike Merten besichtigen Soldaten bei der Ausbildung afghanischer Polizisten (ANP-Ausbildung) in Kunduz Lupe
Unterstützung vor Ort (Quelle: Bundeswehr)

Verantwortung übernehmen

Vom Fortschritt der Ausbildung der afghanischen Polizei (ANP) überzeugte sich Jung am Mittwochnachmittag in Kunduz. Die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte ist eine wesentliche Aufgabe der deutschen Soldaten. Funktionsfähige Sicherheitskräfte schaffen Stabilität und damit die Basis für den Wiederaufbau.
Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte der Verteidigungsminister hervorgehoben, dass vor allem im Bereich der Armee- und Polizeiausbildung die deutschen Anstrengungen erheblich erhöht würden. So hat Deutschland insbesondere für den Norden Afghanistans, wenngleich nicht ausschließlich – wie der Einsatz der Recce-Tornados, die Unterstützung des Lufttransports als auch der Einsatz deutscher Fernmelder im Süden belegen – eine besondere Verantwortung übernommen. Dieser gilt es gerecht zu werden.

nach oben


Stand vom: 31.01.2008 | Autor:

http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/ministerium/der_minister%3Fyw_contentURL=%2FC1256F1200608B1B%2FW27BCJ9Y037INFODE%2Fcontent.jsp.html