Sie sind hier: Startseite > Sommerreise:Krauss-Maffei Wegmann „Roll-out“ GTK Boxer

Zukunftsweisende Technik übergeben

Van Middelkoop, Jung, Haun, Stein und Eberhardt bei der Präsentation
Übergabe des ersten Boxer (Quelle Bundeswehr/Rott)

München, 23.09.2009.
Hoch mobil, enorme Flexibilität, hoher Schutzfaktor gepaart mit modernster Technologie: Das erste in Serie produzierte Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) Boxer wurde am 23. September in München im Beisein von Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung und seinem niederländischen Amtskollegen Eimert van Middelkoop feierlich an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung übergeben.

Rund 250 Gäste, unter ihnen die beiden Staatssekretäre Rüdiger Wolf und Christian Schmidt aus dem Verteidigungsministerium, sowie weitere hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Militär nahmen an der feierlichen Übergabe teil.

nach oben

Minister Jung und Elmert van Middelkoop
Erfolgreiche Kooperation (Quelle: Bundeswehr/Rott)Größere Abbildung anzeigen

Konsequente Ausrichtung am militärischen Bedarf

„Der Boxer ist ein beeindruckendes Beispiel europäischer Rüstungskooperation“, so Frank Haun, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) in seiner Begrüßungsrede. Gemeinsam mit Rheinmetall Defence und weiteren nationalen und internationalen Partnern wurde ein hoch geschütztes und besonders mobiles Transportfahrzeug für die deutschen und niederländischen Streitkräfte entwickelt, ergänzte er.
Die modulare Aufbauweise ermöglicht innerhalb kürzester Zeit, das Fahrzeug je nach Missionsanforderung anzupassen. So ist es möglich, von einer Sanitätsvariante in eine Führungsvariante umzurüsten. Damit ist der Boxer „eine Antwort auf die neuen Herausforderungen bei asymmetrischen Bedrohungen, die für unsere Soldatinnen und Soldaten zur Einsatzrealität geworden sind", verdeutlichte Jung in seiner Ansprache die Bedeutung des Fahrzeuges für die Streitkräfte.

nach oben

Erfolgreiche Kooperation

Jung unterstrich, dass bestmöglicher Schutz eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die Auftragserfüllung sei. „Unsere Soldatinnen und Soldaten im Einsatz haben Anspruch auf den bestmöglichen Schutz“, fuhr er fort. Schutz, Flexibilität und Durchhaltefähigkeit machen den Boxer zum „Mutterschiff“ der Infanterie im Einsatz, so der Minister weiter. Für die Realisierung dieses Projektes dankte er allen Beteiligten, allen voran den beteiligten Firmen sowie den niederländischen Partnern. Jung als auch sein niederländischer Amtskollege van Middelkoop betonten die hervorragende Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen, um so ein ambitioniertes Rüstungsprojekt erfolgreich umzusetzen.

nach oben

Gepanzertes Transportfahrzeug Boxer
Premiere für den Boxer (Quelle: Bundeswehr/Rott)Größere Abbildung anzeigen

Effektvolle Premiere

Als sich die Halle abdunkelte und sich die Scheinwerfer auf eine Stelle fokussierten, war es soweit: Eindrucksvoll präsentierte sich der erste in Serie produzierte Boxer den Gästen. Doch dabei blieb es nicht: Das Leistungsspektrum, das vorher nur über Videoeinblendungen veranschaulicht wurde, demonstrierte der Boxer zumindest ansatzweise während einer dynamischen Vorführung auf der hauseigenen Teststrecke. Zu sehen waren neben einer Führungs- und einer Sanitätsvariante auch eine Fahrschulausführung, mit der demnächst die Kraftfahrausbildung durchgeführt wird.

nach oben

Rasche Einführung

Die Einführung in die Truppe soll so schnell wie möglich realisiert werden, appellierte Jung an die Industrie und den Rüstungsbereich. „Ich hoffe sehr, dass die letzten Schritte der noch ausstehenden Maßnahmen und Tests möglichst rasch erfolgen, denn die Truppe im Einsatzgebiet wartet auf den Boxer“, so der Minister. Die Industrie sei sich ihrer Verantwortung gegenüber den Soldatinnen und Soldaten bewusst, versicherte Haun gegenüber dem Minister. Es werden alle Anstrengungen unternommen, um den Boxer zügig den Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen zur Verfügung stellen zu können, ergänzte er.

So sollen die ersten Fahrzeuge 2010 an die Truppe übergeben werden. Die niederländischen Streitkräfte müssen sich bis 2011 gedulden, bis der erste Serienboxer an sie ausgeliefert wird.

nach oben

Bilder


Stand vom: 05.10.2009 | Autor:

http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg%3Fyw_contentURL=%2FC1256F1200608B1B%2FW27U6AYT297INFODE%2Fcontent.jsp.html