SASPF: Die Truppe wie ein Unternehmen führen
Berlin, 14.06.2004.
Die Bundeswehr bekommt ein einheitliches Fachinformationssystem. Damit ist eine organisatorische Neuausrichtung verbunden: Die Truppe soll künftig verstärkt nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden.
- Schneller wieder einsatzbereit
- Aus der Wirtschaft für die Bundeswehr lernen
- Planung auf neuen Grundlagen
Schneller wieder einsatzbereit
Wenn zum Beispiel in einem Einsatzland ein Fahrzeug ausfällt, erfährt der Nachschub in der Heimat automatisch, welche Ersatzteile benötigt werden. Gleichzeitig wird die Einsatzleitung auf dem laufenden gehalten, wie viele Fahrzeuge tatsächlich einsatzbereit sind. Das vereinfacht die Arbeit und spart Geld, zum Beispiel bei den Lagerhaltungskosten.Dazu müssen aber die Verfahrensabläufe in der Bundeswehr rationalisiert werden, und das kann auch eine Anpassung der Aufbauorganisation erfordern. Die Einführung von SASPF ist deshalb nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine organisatorische: "Die Bundeswehr wird betriebswirtschaftlich ausgerichtet", beschreibt Brigadegeneral Hans-Herbert Schulz, Beauftragter für die Prozessorientierung SASPF der Bundeswehr das Ziel.Das Verteidigungsministerium hat deshalb entschieden, die Bundeswehr intern zu optimieren. Dabei soll sämtliche Software bis 2010 schrittweise durch neu entwickelte Produkte ersetzt werden, die alle miteinander zusammenarbeiten und Daten austauschen können. SASPF wird mehr als 45.000 Nutzer im Bereich von Streitkräften, Wehrverwaltung und Rüstung verbinden.Aus der Wirtschaft für die Bundeswehr lernen
"Das Besondere an SASPF ist, dass die Bundeswehr zum ersten Mal versucht, industrielle Standardsoftware für die Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse anzuwenden", erläutert Schulz. Das neue System basiert auf der Software SAP R/3, die um die Erfordernisse des Militärs erweitert wird. Diese betriebswirtschaftliche Standardsoftware hat sich bereits seit vielen Jahren in vielen Unternehmen bewährt.Mit ihrer Nutzung wird die Bundeswehr von den Erfahrungen der Industrie profitieren, indem sie die in die Software implementierten erprobten Prozessabläufe übernimmt. Das bedeutet: Nicht nur die Standardsoftware von SAP wird bei der Implementierung von SASPF um die Bedürfnisse des Militärs erweitert, auch die Bundeswehr wird die Einführung der neuen Software nutzen, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und die Organisation - wo notwendig - neu auszurichten.









