Neues Wirtschaftsgebäude für die Friedenstein-Kaserne in Gotha
Gotha, 30.07.2010.
Rund 1.200 Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr wurde am 29. Juli in der Friedenstein-Kaserne in Gotha ein neues Wirtschaftsgebäude übergeben. Zu diesem Anlass waren zahlreiche Gäste erschienen, unter Ihnen auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Thomas Kossendey.

Der Vizepräsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Gerd-Albrecht Engelmann, und der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, hatten zur feierlichen Übergabe des Neubaus nach Gotha eingeladen.
Optimale Verpflegung als Attraktivitätsfaktor
Das in massiver Bauweise errichtete Wirtschaftsgebäude ist neben einer hochmodernen Küche mit einem Speisesaal für bis zu 900 Verpflegungsteilnehmer ausgestattet. Dafür hat die Bundeswehrverwaltung rund 3,7 Millionen Euro investiert.
Bei seinen Grußworten machte der Parlamentarische Staatssekretär Kossendey deutlich, dass angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen wichtige Kriterien für die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber seien. Ein Baustein in diesem Mosaik der Attraktivität sei auch die Art und Qualität der Verpflegung. „Denn es gilt unverändert, dass die Zufriedenheit mit der Qualität der Verpflegung für die Soldatinnen und Soldaten ein Gradmesser für die Stimmung in der Truppe ist
“, so Kossendey.
Neues Verpflegungskonzept
Ab August können sich die Soldaten am Standort Gotha dann von der Qualität des neuen Verpflegungskonzeptes der Bundeswehr überzeugen, das bei dem Neubau in Gotha konsequent umgesetzt wurde.
Oberstes Ziel sei hierbei die Bereitstellung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Verpflegung in wirtschaftlichster Form, erläuterte Kossendey; „dabei stehen die Soldatinnen und Soldaten selbstverständlich im Mittelpunkt.
“
Stichwort Convenience
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Rahmen der Optimierung des Verpflegungswesens ist der verstärkte Einsatz von Convenience-Produkten. Dabei werden verstärkt Lebensmittel eingesetzt, die bereits für die Weiterverarbeitung vorbereitet sind und in nur wenigen Schritten zum Endprodukt verarbeitet werden können.
Es kommen multifunktional verwendbare Geräte mit relativ geringem Flächenbedarf zum Einsatz. So könne mit merklich abgesenkten Betriebskosten eine qualitativ hochwertige Beköstigung für die Angehörigen der Bundeswehr sichergestellt werden.
Wirtschaftsfaktor Bundeswehr
Der Neubau des Wirtschaftsgebäudes war jedoch nicht nur für die Soldaten und das Küchenpersonal, für die die neue Küche eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen bedeutet, Anlass zur Freude. Auch die Thüringer Wirtschaft hat von der Großen Baumaßnahme maßgeblich profitiert.
Zwei Drittel der ausführenden Firmen aus dem Baugewerbe stammen aus Thüringen. Die beteiligten Architekten- und Ingenieurbüros haben sogar allesamt ihren Sitz im Freistaat. So wird wieder einmal deutlich, dass die Bundeswehr für die Regionen rund um ihre Standorte einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt.

Es wird weiter gebaut
Mit der Errichtung des Wirtschaftsgebäudes sind die Investitionen in den Standort Gotha jedoch noch nicht abgeschlossen. Nach der Übergabe des Neubaus geht es nahtlos weiter. Dafür haben die anwesenden Gäste in Gotha die Gelegenheit genutzt und den ersten Spatenstich für den Neubau einer Werk- und Ausbildungshalle für die Drohne KZO (Kleinfluggerät zur Zielortung) und LUNA (Luftunterstützte Nahaufklärung) vollzogen.
Die Kosten für diesen Neubau belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Oktober 2012 geplant.
