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Sommerreise: Minister zu Guttenberg in Burg und Laage

Burg/Laage, 28.07.2010.
Im Rahmen seiner Sommerreise hat der Bundesminister der Verteidigung Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg am 27. Juli das Logistikregiment 17 „Sachsen-Anhalt“ in Burg und das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage besucht. Neben der Information über die Lage in den Verbänden standen für den Minister persönliche Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten im Vordergrund.

Zu Guttenberg steht mit Geyer vor den angetretenen Soldaten
Besichtigung der Einsatzvorbereitung in Burg (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

In Burg bei Magdeburg besichtigte der Minister am Vormittag beim Logistikregiment 17 unter anderem einen Ausbildungsabschnitt, mit dem sich Soldaten des Regiments auf ihren Einsatz in Afghanistan vorbereiten. Dabei wurde das Aufrichten eines Lastkraftwagens mit Hilfe zweier Winden geübt. Im Einsatz kann dies schnell ein realistisches Szenario werden. Da muss jeder Handgriff sitzen. Zuvor war der Minister durch den Kommandeur des Regiments, Oberst Helmut Geyer, begrüßt worden.

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Zu Guttenberg: Persönliche Gespräche sind sehr wichtig

Im direkten Gespräch mit den Soldaten dankte ihnen der Minister für die Bereitschaft, in den Auslandeinsatz zu gehen. „Wir brauchen Sie da unten und ich bin stolz auf das, was Sie hier und dann dort leisten werden“, so zu Guttenberg. Der Minister machte deutlich, dass er dem persönlichen Kontakt mit Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradebenen einen hohen Stellenwert beimisst. Es sei ihm wichtig, „auch von Ihnen zu erfahren, wo Sie das Gefühl haben, da sind Nachbesserungen nötig, da muss der Minister auch mal erfahren, dass an der einen oder anderen Stelle etwas knirscht.

Zu Guttenberg im Gespräch mit Soldaten
Zu Guttenberg dankt den Soldaten für ihr Engagement (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

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Minister: „Wir müssen besser werden.“

Erneut sprach der Minister auch zur anstehenden Streitkräftereform. Er betonte, dass sie sich nicht an der Kassenlage orientiere. Vielmehr habe sich die Armee der „sicherheits- und verteidigungspolitischen Realität und Zukunft“ zu stellen. „Und wir stellen fest, dass wir dafür eine nicht ausreichend aufgestellte Bundeswehr haben. Wir sind unterfinanziert, wir sind nicht entsprechend ausgerüstet und ausgestattet. Wir müssen besser werden“, so zu Guttenberg. Dabei stelle sich auch die Frage nach einer „zukunftsfesten und verfassungsfesten Wehrform“.

Das Logistikregiment 17 ist Teil der Basislogistik der Bundeswehr. Es ist die vorgesetzte Dienststelle von zwei Logistikbataillonen und zahlreichen Material- und Munitionsdepots sowie dem letzten verbliebenen Kraftstoffdepot der Bundeswehr in Utzedel. Einschließlich seiner unterstellten Einheiten gehören ihm etwa 4.100 Soldaten und zivile Mitarbeiter an.

Zu Guttenberg und Schick im Eurofighter
Der Minister im Cockpit eines Eurofighter (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

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Standortentscheidungen frühestens im nächsten Jahr

Am Nachmittag flog der Minister zum Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage bei Rostock weiter. Dort begrüßte ihn der Kommodore des Geschwaders Oberst Andreas Schick. Das Geschwader ist der federführende Verband bei der zentralen Ausbildung von Eurofighter-Piloten für die Bundeswehr. Zu Guttenberg besichtigte hier hochmoderne Simulatoren, an denen junge Flugschüler für ihren Einsatz am modernsten Waffensystem der Luftwaffe ausgebildet werden.

Zu Fragen nach Standortschließungen sagte der Minister gegenüber der Presse, er sei „immer wieder bass erschüttert von der Tatsache, wie viele glauben, dass der Guttenberg erst über Standorte und dann über Strukturen entscheidet.“ Vielmehr könne erst in Folge der Strukturreform über Standorte entschieden werden. Das alles erfordere eine „sehr, sehr saubere“ Ausplanung und benötige daher Zeit. „Die Entscheidung über die Breite der Standorte wird nicht vor Mitte nächsten Jahres fallen“, so zu Guttenberg.

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Stand vom: 25.08.2010 | Autor: Burkhard Schmidtke

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