Zu Guttenberg erwartet umfangreiches Themenspektrum auf der 46. Münchner Sicherheitskonferenz
Berlin, 04.02.2010.
Die 46. Münchener Sicherheitskonferenz findet vom 5. Bis 7. Februar in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, rechnet damit, dass seine Erwartungen an die Konferenz erfüllt werden. Im Rahmen seiner Teilnahme an der Konferenz wird der Minister auch mit jungen Sicherheitspolitikern der Initiative Munich Young Leaders diskutieren.

„Die Münchner Sicherheitskonferenz ist global konkurrenzlos und setzt Maßstäbe
“, äußert sich zu Guttenberg über die Bedeutung der Konferenz. Dabei müsse sie aber immer wieder beweisen, dass sie auf der Höhe der Zeit sei. „Meine Erwartung ist, dass sich die Teilnehmer nicht auf klassische, rein militärische Fragestellungen beschränken werden
“, sagt der Minister. Nach seiner Ansicht sollten sich die Gespräche nicht nur auf die Situation in Afghanistan konzentrieren. Auch Fragen, die sich nicht ausschließlich im sicherheits- und verteidigungspolitischen Kernbereich verorten lassen, sollten einen bedeutenden Anteil an den Diskussionen haben, betont zu Guttenberg.
Nicht nur militärische Sicherheit
Wichtig ist zu Guttenberg, dass die Diskussionen nicht allein von rein militärischen Aspekten der Sicherheit beherrscht werden. Für den Minister gehören dazu Themen wie die Frage der Ressourcensicherheit, der russische Vorschlag einer Sicherheitsarchitektur sowie die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Möglichkeit, den chinesischen Außenminister zu begrüßen sei ein Beispiel für die globale Vernetzung politischer Themen und garantiere ein breites Themenspektrum.
Dies sieht auch der Gastgeber Botschafter Wolfgang Ischinger so, der neben den Bereichen der „harten Sicherheitspolitik
“, der Rolle der NATO und der Zukunft des Engagements in Afghanistan auch Fragestellungen aus dem Themenkomplex der Global Governance diskutiert sehen möchte. So müsse auch über Themen wie den Klimawandel und den Aufstieg Chinas diskutiert werden.
Diskussion mit jungen Sicherheitspolitikern
Die Munich Young Leaders sind 25 junge Politiker und Führungskräfte aus Osteuropa, Nordafrika, dem Nahen Osten, Deutschland und weiteren NATO- Mitgliedsstaaten, die auf Einladung der Sicherheitskonferenz und der Körber-Stiftung die Gelegenheit zu Gesprächen mit den führenden Köpfen der internationalen Sicherheitspolitik haben.
Neben Verteidigungsminister zu Guttenberg werden der schwedische Außenminister Carl Bildt, der Oberkommandierende der NATO in Europa Admiral James G. Stavridis, die US-Senatoren Joseph Lieberman und John McCain, der Sicherheitsberater des US-Präsidenten General James L. Jones sowie weitere hochrangige Entscheidungsträger aus dem Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik mit den Nachwuchsführungskräften diskutieren.
