Jung beim Kommando Strategische Aufklärung
Grafschaft/Gelsdorf, 30.09.2008.
Eigentlich als Station seiner Sommerreise geplant, aber verschoben, holte Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung am 30. September nun seinen Besuch in Grafschaft/Gelsdorf nach. Im Mittelpunkt standen neben dem Kommando mit seinen Auftrag besonders die Soldaten und zivilen Mitarbeiter.

Nach der Begrüßung durch Brigadegeneral Friedrich Wilhelm Kriesel, Kommandeur des Kommandos Strategische Aufklärung (KSA), wurde Jung im Rahmen eines ausführlichen Vortrages über den Leistungsstand des Kommandos und die Situation in der Garnisonsstadt informiert. Kriesel freute sich über den Ministerbesuch, da der ursprüngliche Termin im Rahmen der Sommerreise des Ministers, die unter dem Motto „Einsatz für den Frieden“ stand, verschoben werden musste.
Am Puls der Truppe
Beim Rundgang durch Teile des Kommandos verschaffte sich Jung einen persönlichen Eindruck von den Aufgaben- und Arbeitsbereichen, sowie den Arbeitsbedingungen und der Infrastruktur vor Ort. Anschließend widmete sich der Verteidigungsminister in persönlichen Gesprächen den Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KSA.
Er nutzte, wie auch im Rahmen seiner gesamten Sommerreise, die Gelegenheit, sich intensiv und ausführlich mit verschiedensten Vertretern aus dem gesamten Bereich des besuchten Truppenteils zu unterhalten. Unter den Gesprächspartnern Jungs waren dabei Vertrauenspersonen, der Personalrat, Einheitsführer und Einheitsfeldwebel. So nahm sich der Minister auch beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen mit Soldaten und zivilen Mitarbeitern des KSA Zeit für die Belange und den Gesprächsbedarf der Truppe.
Breites Aufgabenspektrum
„Ich kann erfreut feststellen, dass das Kommando Strategische Aufklärung einen guten und wichtigen Beitrag, gerade für die Erfordernisse unserer Soldaten im Einsatz leistet,
“ würdigte Jung bei seinem Besuch die Arbeit des KSA, mit dessen Beitrag für mehr Frieden und Sicherheit in Europa und in der Welt gesorgt werde.
Er betonte dabei besonders den Schutz der Soldaten im Einsatzgebiet, der durch Aufklärungsergebnisse – gerade auch aus dem Aufgabenbereich des KSA – quasi präventiv verbessert werde. Konkret sprach Jung dabei die Bedeutung des Satelliten Systems SAR Lupe an: „Durch diese in Kürze den Streitkräften voll zur Verfügung stehenden fünf Satelliten und deren Leistungsfähigkeit ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten der Aufklärung – ohne die Einschränkungen wie Wolken, Tag oder Nacht oder sonstige Einflüsse
.“ Und durch internationale Kooperationen – wie zum Beispiel mit dem französischen Aufklärungssystem HELIOS – werde sich das Aufklärungsbild in den Einsatzräumen deutscher Streitkräfte stetig verbessern, fügte Brigadegeneral Kriesel hinzu.
Der Standort Gelsdorf habe eine gute Zukunftsperspektive mit seinen 650 militärischen und 270 zivilen Mitarbeitern, betonte Jung: „Bis 2013 werden rund 16 Millionen Euro in Infrastruktur und zukunftsfähige Projekte investiert.“
Er habe heute auch die positive Unterstützung und Integration der Soldaten und zivilen Mitarbeiter durch ihren Standort in den Gesprächen erfahren können, resümierte Jung abschließend und zog eine seine positive Bilanz seines Besuchs.
Kommando mit hochtechnischem Auftrag
Das KSA wurde am 17. Januar 2002 in Dienst gestellt. Seitdem werden dort alle bisher in den Teilstreitkräften vorhandenen Kräfte und Mittel
- der ortsfesten und mobilen Fernmelde-/Elektronischen Aufklärung,
- die des Elektronischen Kampfes sowie
- der Satellitengestützten Abbildenden Aufklärung truppendienstlich und fachlich zusammengeführt.
Damit trägt das KSA entscheidend zur Verbesserung der Lagefeststellung und nationalen politischen Urteils-, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sowie zur Planung, Vorbereitung und Durchführung von Einsätzen deutscher Streitkräfte bei.
