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Minister zu Guttenberg verabschiedet 10. Panzerdivision in den Einsatz

Bad Reichenhall, 11.03.2010.
Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg verabschiedete am 11. März in Bad Reichenhall Soldatinnen und Soldaten der 10. Panzerdivision in den Einsatz. Der Verband ist in diesem Jahr Leitdivision für die Auslandseinsätze der Bundeswehr in Afghanistan, Kosovo und in Bosnien und Herzegowina.

Soldaten der 10. Panzerdivision mit Fahnen
Abordnungen der 10. Panzerdivision: Angetreten zum Appell (Quelle: Bundeswehr/Bonk)Größere Abbildung anzeigen

Über 7.000 Heeressoldatinnen und -soldaten werden durch die Division in den Einsatz geschickt. Derzeit befinden sich bereits etwa 600 Divisionsangehörige im Einsatz. An dem Appell im königlichen Kurgarten nahmen auch der Kommandeur der Division, Generalmajor Erhard Bühler, und der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall, Dr. Herbert Lackner, teil.

Insgesamt waren etwa 830 Soldatinnen und Soldaten unter musikalischer Begleitung durch das Gebirgsmusikkorps 8 aus Garmisch-Partenkirchen an der Zeremonie beteiligt. Zuvor hatte sich Minister zu Guttenberg im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt und das Divisionsbuch eingetragen. Seit 1957 ist Bad Reichenhall Standort der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“. Damit reicht ihre Geschichte bis in die Anfänge der Bundeswehr.

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Tief mit der Region verbunden

Der Oberbürgermeister der 17.400 Einwohner zählenden Stadt betonte, dass die Verabschiedung der Soldatinnen und Soldaten keine Pflichtübung sei, „sondern eine Herzensangelegenheit von uns allen“. Er unterstrich die Verbundenheit der Bevölkerung zu ihren Soldaten.

Ebenfalls stehen für den Zusammenhalt und die Unterstützung der Bundeswehr unsere Traditionsverbände in Bad Reichenhall, welche auch heute wieder mit ihren Fahnenabordnungen ihre enge Partnerschaft mit unseren Soldaten zum Ausdruck bringen“, sagte der Oberbürgermeister. Er wisse, dass die bevorstehenden Einsätze auch für die Familien und Angehörigen der Soldatinnen und Soldaten eine enorme Herausforderung darstellen. „Sie können sich aber auf eines ganz gewiss verlassen: dass wir, die Bürgerinnen und Bürger aller Garnisonsstädte, aller Standorte der 10. Panzerdivision, hinter Ihnen stehen, an Sie denken und dass wir für Ihre Angehörigen in der Heimat da sind“, hob Lackner hervor.

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„Im Süden verwurzelt, in die Welt gewachsen“

Zu Guttenberg hält Ansprache am Podest
Verabschiedung durch den Verteidigungsminister (Quelle: Bundeswehr/Bonk)Größere Abbildung anzeigen

Diese Botschaft ihrer Anwesenheit ist stärker als es Worte auszudrücken vermögen“, begrüßte Minister zu Guttenberg alle Anwesenden. Sympathisch und treffend finde er den Leitspruch „Im Süden verwurzelt, in die Welt gewachsen“, mit dem die Division im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag gefeiert hatte. In Bad Reichenhall spüre man sofort, dass die Bürger stolz darauf sind, Garnisonsstadt zu sein.

Diese starke und aufrecht zu haltende emotionale Bindung tut unseren Männern und Frauen ganz besonders in den Auslandseinsätzen gut, in denen sie einen ungemein fordernden wie wichtigen Beitrag für die Freiheit und die Sicherheit unseres Landes leisten“, sagte zu Guttenberg. Als infanteriestarker Großverband des Heeres habe die 10. Panzerdivision einen maßgeblichen Anteil an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

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Hohe Professionalität und Motivation

Der Minister bezeichnete die Soldatinnen und Soldaten als würdige Botschafter Deutschlands in den Einsatzgebieten. Auch auf die bisher in den Auslandseinsätzen geleistete Arbeit könnten alle Soldaten stolz sein. „Und ich selbst trage diesen Stolz offen, klar und falls nötig auch streitlustig für Sie als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt in die Öffentlichkeit“, fügte er hinzu.

Bei der Umsetzung der neuen Afghanistan-Strategie würden die Kameradinnen und Kameraden der Gebirgsjägerbrigade 23 eine zentrale Rolle spielen. „Mich beeindruckt die hohe Motivation und die große Professionalität, mit der Sie sich auf diese neue Aufgabe vorbereitet haben. Eine Aufgabe, die unbestreitbar auch gefährlich sein kann“, hob zu Guttenberg hervor.

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Alle Einsatzgebiete müssen beachtet werden

So fordernd das Engagement in Afghanistan auch sei, das im Mittelpunkt der medialen Betrachtung stünde, dürften die weiteren Einsatzgebiete der Bundeswehr nicht in den Hintergrund geraten, sagte der Minister. „Die Bundeswehr ist erfolgreich in Afghanistan, ebenso wie in den anderen Einsatzgebieten“, ergänzte zu Guttenberg. Diese Erfolge seien vor allem auf die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten zurückzuführen.

Im Kosovo hätte es im letzten Jahr deutliche Fortschritte gegeben. „Wir können auch feststellen, dass die Regierung des Kosovo und die Institutionen der internationalen Gemeinschaft zunehmend besser, und das heißt auch vor allem wirkungsvoller, miteinander kooperieren“, erklärte zu Guttenberg. Es bestehe Hoffnung, dass offene Fragen im politischen Dialog mit allen Beteiligten gelöst werden können. Dies gelte auch für Bosnien und Herzegowina. „Hier sind wir zwar auf einer Zielgeraden angekommen, haben die Ziellinie allerdings noch nicht überschritten“, sagte der Minister. Trotzdem stehe Bosnien und Herzegowina für den Erfolg eines militärischen Einsatzes. Die bevorstehende Wahl sei ein Ansporn für alle Verantwortlichen. „Ich würde mich freuen, wenn die Soldatinnen und Soldaten der 10. Panzerdivision am Ende des Jahres melden könnten: Operation EUFOR „Althea“, Auftrag ausgeführt, Einsatz beendet“, kommentierte zu Guttenberg.

Aufgrund der fordernden Einsätze könnten die Soldatinnen und Soldaten zu Recht den Rückhalt der Politik erwarten. „Und Sie können von mir erwarten, dass ich mich weiterhin insbesondere für Ihre Handlungs- und Rechtssicherheit einsetzten werde. Und ich freue mich, dass sich meine Rechtsauffassung mittlerweile in der gesamten Bundesregierung durchgesetzt hat“, stellte der Minister klar.

Ich wünsche unserer Löwendivision alles Gute. Gehen Sie mit Gottes Segen und kehren Sie gesund in die Heimat zurück“, gab der Minister den Soldaten auf den Weg.

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Einsatzvorbereitung sorgt für Optimismus

Zu Guttenberg, Oberbürgermeister Lackner und Kommandeure warten auf den Vorbeimarsch der Abordnungen
Bereit zur Abnahme der Parade (Quelle: Bundeswehr/Bonk)Größere Abbildung anzeigen

Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Erhard Bühler, dankte Minister zu Guttenberg für sein Erscheinen zum Appell, das den Soldaten Rückhalt für ihren bevorstehenden Einsatz gebe. Aufgrund der intensiven Vorbereitung sei er sicher, dass die Einsatzkräfte ihren Auftrag wie vorgegeben erfüllen werden.

Die Soldatinnen und Soldaten seien befähigt gegen die Feinde des afghanischen Volkes zu kämpfen, wenn dies erforderlich werden sollte. Insofern könne General Bühler auch die Sorgen der Angehörigen verstehen. „Ich kann Ihnen aber versichern, dass es unser oberstes Ziel ist, jeden Soldaten heil und gesund aus dem Einsatz zurückzubringen“, sagte er.

Zwar bleibe vor allem in Afghanistan ein Risiko. Die Lage dort sei aber nicht so schwierig, als dass der Einsatz nicht erfolgversprechend sein könnte. „Ich blicke nach unserer Vorbereitung und den jüngsten Entscheidungen sehr optimistisch in unser Einsatzjahr“, fügte der Kommandeur hinzu. Er endete mit den Worten: „Herr Minister, ich melde die Einsatzkontingente der 10. Panzerdivision in den Einsatz ab!“

Persönlich verabschiedete Minister zu Guttenberg zum Ende des Appells die Einsatzkommandeure der Divisionseinheiten, stellvertretend für alle Soldatinnen und Soldaten, per Handschlag. Am Ende der Zeremonie marschierte die Aufstellung begleitet von Marschmusik mit den Truppenfahnen vorbei am Minister, dem Oberbürgermeister, den Kommandeuren und den Bürgerinnen und Bürgern.

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Stand vom: 15.03.2010 | Autor: Florian Manthey

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