Sie sind hier: Startseite > Ministerium > Generalinspekteur Schneiderhan in Südamerika

Ein weltweit gefragtes Erfolgsmodell

Nilda Celia Garré und Wolfgang SchneiderhanGrößere Abbildung anzeigen
Von deutschen Erfahrungen profitieren (Quelle Bundeswehr/Strunk)

Berlin, 28.08.2008.
Die Innere Führung ist ein Markenzeichen der Bundeswehr. Während seiner Südamerikareise im Juli führte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, ein ausführliches Gespräch mit Argentiniens Verteidigungsministerin Nilda Celia Garré und Generalstabschef Jorge Alberto Chevallier über die einzigartige Konzeption der Inneren Führung.

Die Konzeption der Inneren Führung bringt die Freiheitsprinzipien des demokratischen Rechtsstaates mit den Ordnungs- und Funktionsprinzipien der Streitkräfte zur Erfüllung ihres Verfassungsauftrages in Einklang. Sie ist mehr denn je unverwechselbares Markenzeichen der deutschen Streitkräfte. Die bisherigen deutschen Erfahrungen, Gesellschaft und Militär zusammenzuführen, stoßen auch in anderen Staaten auf ein starkes Interesse.

nach oben

Von deutschen Erfahrungen profitieren

Verteidigungsministerin Garré betonte, dass Argentinien zwar einen eigenen Weg gehe, sich aber am deutschen Leitbild des „Bürgers in Uniform“ orientieren werde. Entscheident sei, dass dieser Weg nur mit einer engen Verknüpfung von Streitkräften und Gesellschaft erfolgreich umgesetzt werden könne, so Schneiderhan. Mit einen isolierten Ansatz in den Streitkräften ließe sich die Integration der Streitkräfte in die demokratische Gesellschaft nicht erreichen, betonte der Generalinspekteur.

Die eingeschlagene Entwicklung der argentinischen Streitkräfte hin zu Streitkräften in der Demokratie sei Deutschland deshalb ein besonderes Anliegen, fuhr er fort. Dies sei „ein wichtiges Feld der insgesamt sehr guten Kooperation zwischen den Streitkräften beider Staaten“, so der Generalinspekteur. Die Bundeswehr werde ihre Erfahrungen zur Inneren Führung in den argentinischen Prozess einbringen.

Zur Förderung dieser Entwicklung werden den argentinischen Streitkräften bereits seit längerem Lehrgänge und Informationsbesuche am Zentrum für Innere Führung in Koblenz angeboten. Auch die Teilnahme argentinischer Offiziere am internationalen Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg ist fester Bestandteil der militärischen Ausbildungsbeziehungen.

nach oben

Generalinspekteur Schneiderhan als Vorsitzender des Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr
Konzeption der Inneren Führung verdeutlicht (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Großes Interesse im Ausland

Nicht nur im Gespräch mit der Führung, auch in zahlreichen Einzelgesprächen und während einer Diskussionsrunde des Generalinspekteurs mit Lehrgangsteilnehmern an der argentinischen Verteidigungsakademie Escuela Superior de Guerra Conjunta (ESGC) wurde das große Interesse der Argentinier an der in der Bundeswehr praktizierten Inneren Führung deutlich. Als Führungsphilosophie der Bundeswehr ist die Innere Führung mit dem Leitbild vom Staatsbürger in Uniform weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und geschätzt und dient den Streitkräften manch anderer Staaten als Orientierung.

Diesem Bedarf entsprechend wurde die im Januar diesen Jahres erlassene und den aktuellen Entwicklungen, insbesondere der Einsatzrealität angepasste Neufassung der Zentralen Dienstvorschrift Innere Führung (ZDv 10/1) nun in die französische, englische, russische und auch spanische Sprache übersetzt. Damit kann sie auch der breiten Masse der Soldaten ausländischer Streitkräfte, so auch den interessierten Argentiniern, verfügbar gemacht werden.

nach oben


Stand vom: 02.09.2008 | Autor:

http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/ministerium%3Fyw_contentURL=%2FC1256F1200608B1B%2FW27H2AJ4851INFODE%2Fcontent.jsp.html