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Erste Reise nach Afghanistan

Kabul, 17.11.2009.
Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg hat einen zweitägigen Antrittsbesuch in Afghanistan absolviert.

Zu Guttenberg besucht Afghanistan
Zu Guttenberg besucht Afghanistan (Quelle: ddp/Kappeler )Größere Abbildung anzeigen
In Kabul sprach zu Guttenberg mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, seinem afghanischen Amtskollegen Abdul Rahim Wardak und dem US-Kommandeur der NATO-Truppe ISAF, Stanley McChrystal. In Mazar-e Sharif stand dann ein Treffen mit Bundeswehrsoldaten auf dem Programm.

Wir stehen zu unserem Einsatz, aber wir wollen wissen, was die afghanische Regierung als nächste Ziele plant“, sagte der Minister nach dem Gespräch mit Karzai, der am 19. November offiziell in seine zweite Amtsperiode eingeführt wird.

Die Regierung Karzai habe in „Vorlage zu treten“, so zu Guttenberg. Er unterstrich darüber hinaus, dass die internationale Gemeinschaft nicht allein die Verantwortung in Afghanistan trage. Die Regierung des Landes müsse selbst Impulse setzen und mit der internationalen Gemeinschaft an einem Strang ziehen. Dafür erwarte er ein klares Signal von der afghanischen Regierung.

Auf die Frage, wie lange deutsche Soldaten noch in Afghanistan bleiben werden, sagte zu Guttenberg, die Truppen könnten abziehen, wenn es Sicherheitsstrukturen gebe, die die afghanische Regierung selbst verantworte.

Beim Besuch im deutschen Feldlager Mazar-e Sharif im Norden des Landes lobte zu Guttenberg die „hohe Professionalität“ der deutschen ISAF-Soldaten. „Ich glaube, dass unser gemeinsames Vaterland auf sie stolz sein kann. Ich bin es zumindest“ hob er hervor.

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zu Guttenberg kündigt Entsendung von weiteren Soldaten an

Am zweiten Tag seines Besuches reiste zu Guttenberg zum deutschen Wiederaufbauteam nach Kunduz. Hier kündigte der Minister die Entsendung von rund 120 weiteren Bundeswehrsoldaten sowie fünf zusätzlichen Mardern nach Afghanistan an.

Sie würden ab Januar – wie der Großteil der bisher am Hindukusch stationierten deutschen Truppen – in der nördlichen Provinz Kunduz zum Einsatz kommen, so zu Guttenberg. Damit werden dann insgesamt vier Infanteriekompanien mit rund 520 Soldaten vor Ort sein.

Die bestehende Mandatsobergrenze wird weiterhin eingehalten. Ein Überschreiten dieser Obergrenze sei allerdings beim Kontingentwechsel möglich.

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Stand vom: 17.11.2009

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