1955 wurde die Bundeswehr aufgestellt, bereits 1958 ist die Institution „Jugendoffizier“ ins Leben gerufen worden. Die Jugendoffiziere sind damit fast so „alt“ wie die Bundeswehr selbst und gehören zu den frühesten – damals neu geschaffenen – Institutionen der Streitkräfte. Dass es sie auch heute noch gibt, zeugt von der Erfolgsgeschichte dieser in Europa und der Welt einmaligen Einrichtung in einer Armee.
Anzahl, Standorte und Ausbildung der Jugendoffiziere haben sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Ihr Auftrag ist aber seit 50 Jahren der gleiche geblieben: offene und umfassende Information rund um die Streitkräfte für die Bevölkerung.
50 Jahre Jugendoffizier: Geschichte in fünf Teilen
Am 8. September 1958 ordnete der erste Generalinspekteur, General Adolf Heusinger, an, die Position des Jugendoffiziers zu schaffen. Dies geschah vor dem Hintergrund der Diskussion um die Wiederbewaffnung Deutschlands und den sich verhärtenden Positionen der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs.
Die erfolgreiche Arbeit der Jugendoffiziere und ein gestiegenes Informationsbedürfnis der Bevölkerung über die Bundeswehr sorgten dafür, dass die Anzahl der Jugendoffiziere bis 1969 auf 26 stieg. Zudem wurden Überlegungen umgesetzt, die Informationsarbeit auch in der Truppe zu verankern.
Nach den politisch unruhigen Zeiten der 60er und frühen 70er Jahre rückten andere Themen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses; durch die Wirtschaftsflaute waren eher innenpolitische Themen bestimmend. Zwar erlebte die sicherheitspolitische Diskussion durch den NATO-Doppelbeschluss 1979 noch einmal einen Höhepunkt, entscheidend waren aber eher praktische Aspekte des Soldatenalltags.
Die 90er standen auch für die Jugendoffiziere zunächst ganz im Zeichen der Wiedervereinigung. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus musste eine neue Weltordnung vermittelt werden.
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan steht auch das Thema Terrorismus verstärkt auf der Agenda der Jugendoffiziere. Daneben sind Aufgaben und Auftrag der Bundeswehr, Auslandseinsätze, die Wehrpflicht und natürlich Frauen bei der Bundeswehr weitere Diskussionsthemen.