Spitzensportler der Bundeswehr als Besuchermagnet
Leipzig, 08.10.2009.
Die Leipziger Messe verwandelte sich vom 2. bis 4. Oktober in ein Mekka für alle Modelleisenbahner und Modellbauer, kreativ Tätige, Spieler und Sammler. Aber auch für Neugierige, die ausprobieren, steuern, lenken, bauen, malen, spielen, basteln oder gestalten wollen. Auch in diesem Jahr war die Messe ein voller Erfolg, denn rund 98.000 Besucher wurden an den drei Messetagen gezählt. Unter den 630 Ausstellern präsentierte sich auch in diesem Jahr das Bundesministerium der Verteidigung.

„Zum Tag der Deutschen Einheit haben wir einen besonderen Messeauftritt auf die Beine gestellt
“, so Standleiter Hauptmann Winfried Heinz vom Zentralen Messe- und Eventmarketing der Bundeswehr. Eröffnet wurde die Messeveranstaltung durch die Spitzensportler der Bundeswehr Nadine Kleinert und Ralf Bartels, im Beisein von Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, Annette Schmeier, Projektdirektorin der modell-hobby-spiel sowie Dr. Andreas Winkler, Hauptgeschäftsführer Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft.

Begehrte Autogrammkarten am Messestand
Die Medaillengewinner im Kugelstoßen, Oberfeldwebel Nadine Kleinert und Hauptbootsmann Ralf Bartels sorgten für einen Besucheransturm. Ihre Autogramme waren begehrt, waren doch die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im eigenen Land jedem noch im Gedächtnis. Unzählige Male wurden ihre Medaillen bestaunt.
Schon beim Messerundgang zogen beide Bundeswehrsportler die Blicke auf sich. „Die kenne ich doch irgendwoher“
, fragten mehrere Besucher beim Rundgang. Kleinert und Bartels interessierten sich aber auch für die Trainingsgeräte ihrer „Wintersportkollegen“ am Stand, wenn sie nicht gerade für eines der vielen Fotos Modell stehen mussten.
Beide zogen ein positives Resümee über ihren Ausflug in die Welt der Spiele. Nadine Kleinert besuchte den Messestand nochmals am Sonntag, denn so richtig blieb am Eröffnungstag keine Zeit, sich intensiv auf der Messe umzuschauen.
Heinz zeigte sich mit dem Eröffnungstag zufrieden: „Einen attraktiveren Messeeinstieg als die beiden Sportsoldaten hätten wir nicht haben können.“
Auch die Messeleitung war begeistert von der sympathischen Art der Soldaten, die zuvor die Messe offiziell eröffnet hatten. Die Sportfördergruppen Oberhof und Frankenberg präsentierten zudem Teile ihrer Ausrüstung der Disziplinen Bob, Skispringen, Biathlon, Skeleton und Rodeln. Jeder Besucher konnte selbst ausprobieren, wie es sich im Bob oder auf einem Rennschlitten sitzt.

Einmal selbst Minister sein
Gleich nebenan konnte man Politik hautnah erleben. Schüler des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums aus Leipzig und des Gymnasiums „Am Breiten Teich“ aus Borna stellten ihre Fähigkeiten in der Simulation Politik und Internationale Sicherheit (POL&IS) unter Beweis.
POL&IS ist ein Planspiel, mit dem politische, ökonomische und ökologische Prozesse in der internationalen Politik spielerisch vermittelt werden. Die Simulation POL&IS soll dabei Politik lebendig erfahrbar machen, den Jugendlichen aufzeigen, dass politisches Handeln von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird und dass einfache Lösungen in einer komplexen Welt nicht möglich sind.

Pädagogen zeigen sich beeindruckt
„Wir haben schon mehrfach mit unseren Schülern an der Simulation POL&IS teilgenommen
“, erklärt die Gymnasiallehrerin Steffi Kruschel. „Seit den 90er Jahren haben wir Kontakt zu den Jugendoffizieren, vermitteln den Schülern Sicherheitspolitik über die Simulation auch an Bildungsstätten und in der Schule. Dabei haben wir in jedem Jahr mehr Interessenten für POL&IS als Seminarplätze der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Bereits jetzt habe ich Nachfragen für kommende Veranstaltungen
“, berichtet die Pädagogin weiter. Die Lehrerin des Anton-Philipp-Reclam-Gynasiums hatte keine Probleme, genügend Schüler dafür zu gewinnen, obwohl sie dafür ihr Wochenende opfern mussten.
Die Jugendoffiziere des Wehrbereichskommandos III, Hauptmann Markus Geppert und Hauptmann Thomas Grube haben dabei die Spielleitung der Simulation POL&IS übernommen. „Auf der modell-hobby-spiel schlüpften die jungen Erwachsenen in die Rollen von Politikern und Staatsmännern, sind einmal ‚selbst Minister‘, und erlebten so eine Form der bildungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit am Stand der Bundeswehr
“, erklärt der Jugendoffizier aus Leipzig, Hauptmann Marcel Fischer.
