Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht
Berlin, 08.09.2009.
In einer feierlichen Zeremonie und im Beisein des Bundespräsidenten, Prof. Dr. Horst Köhler, hat Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung das Ehrenmal der Bundeswehr am Bendlerblock in Berlin eingeweiht. Gemeinsam mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, enthüllten Köhler und Jung die Inschrift des Ehrenmals.

„Den Toten unserer Bundeswehr. Für Frieden, Recht und Freiheit“, lautet die Inschrift des Monuments am Berliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums. Nach der Enthüllung legten Vertreter der Verfassungsorgane und Minister Jung Kränze in der Cella, dem Raum der Stille, des Ehrenmals nieder.

Beleg für gesellschaftlichen Rückhalt
Jung dankte dem Bundespräsidenten für seine Anwesenheit sowie den Militärbischöfen der katholischen und evangelischen Militärseelsorge, Dr. Walter Mixa und Dr. Martin Dutzmann, und allen anderen Gästen aus Politik und gesellschaftlichem Leben.
Die Vielzahl der Gäste unterstreiche den nationalen Rang des Ehrenmals und belege den starken „gesellschaftlichem Rückhalt
“ für die Bundeswehr. Im Besonderen begrüßte Minister Jung die Angehörigen derjenigen, die ihr Leben in treuer Pflichterfüllung für unser Land gelassen haben.
Jung selbst hatte im Dezember 2005 die Initiative zum Bau dieses Ehrenmals ergriffen. Auslöser war ein Truppenbesuch in Afghanistan. Es habe ihn sehr berührt, wie Bundeswehrsoldaten in Kabul an einer selbst gestalteten Gedenkstätte der Toten der Internationalen Schutztruppe erinnerten. „Ich habe mir damals die Frage gestellt, was tun wir eigentlich in Deutschland, um diejenigen zu ehren, die im Einsatz für Frieden und Freiheit und damit für unsere Sicherheit ihr Leben lassen mussten beziehungsweise gefallen sind.“
Es sei eine patriotische Pflicht der in Ausübung ihrer Dienstpflichten gestorbenen und der im Einsatz für den Frieden Gefallenen in Würde zu gedenken: „Jetzt und in der Zukunft.“
„Daher bin ich sehr dankbar, dass wir heute gemeinsam hier im Bendlerblock das Ehrenmal auch einweihen können.“

Stätte der Trauer und des Gedenkens
Bundespräsident Horst Köhler ermahnte in seiner Rede die Gesellschaft, dass das Ehrenmal uns daran erinnere, „dass unsere Bundeswehr unverrückbarer Teil der guten, demokratischen Entwicklung unseres Landes ist. Und dass unsere Soldatinnen und Soldaten Menschen aus unserer Mitte sind, die für uns alle einstehen.“
Köhler hob die Bedeutung der Gedenkstätte für die Soldatinnen und Soldaten hervor: Er wünsche sich, „dass dies ein Ort der Erinnerung an gute Kameraden wird, ein Ort an dem der Sinn und der Ernst ihres Dienstes zum Ausdruck kommt. Und ein Ort, an dem deutlich wird: Die Menschen in Deutschland stehen zu ihrer Bundeswehr.“
Das Ehrenmal der Bundeswehr sei eine Stätte der Trauer und des Gedenkens, so Köhler. „Es ist eine Stätte des Dankes und der Erinnerung an diejenigen, die im Dienst für unser Land ihr Leben gegeben haben. Es steht für die Werte, auf die unser Land und die Bundeswehr gegründet sind. Es ist ein Zeichen der Anerkennung für den Dienst unserer Soldatinnen und Soldaten. Es ist ein Ort, an dem sich hoffentlich die Bürgerinnen und Bürger begegnen – in Uniform und in zivil. Es ist gut, dass wir diesen Ort jetzt haben.“

Ort der Erinnerung und der Trauer
Das Ehrenmal ist als öffentlicher Gedenkort für Angehörige und Bürger und für offizielle Zeremonien errichtet worden. Es steht für das Gedenken an alle 3.100 Soldatinnen und Soldaten und zivile Angehörige der Bundeswehr, die seit Gründung der Bundeswehr in Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland ums Leben kamen. Das umfasst auch all jene, die im Einsatz für den Frieden gefallen sind.
In der Gestaltung durch den Münchner Professor Andreas Meck stellt es den unmittelbaren Bezug zwischen Bundeswehr und Gesellschaft her. Es versinnbildlicht das Besondere des soldatischen Dienstes: den Einsatz von Leib und Leben.





