Abschluss der Reise in Kanada
Washington/ Halifax, 20.11.2009.
Zum Abschluss seiner dreitägigen Reise hat Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg in Halifax (Kanada) am 20. November einen Vortrag vor dem International Security Forum gehalten. Diese internationale Sicherheitstagung widmet sich der Förderung der transatlantischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Forum befasst sich mit den Herausforderungen globaler Sicherheitspolitik. Herausforderungen, denen die transatlantische Gemeinschaft begegnen muss. An der hochrangig besuchten internationalen Sicherheitskonferenz haben auch zu Guttenbergs kanadischer Amtskollege Peter MacKay und US-Verteidigungsminister Robert Gates teilgenommen.

Notwendige Zusammenarbeit
Der Minister sprach sich dabei für Anpassungen und Weiterentwicklung innerhalb der NATO und der Vereinten Nationen aus. Er bezeichnete ihre Zusammenarbeit als notwendig für das Gelingen internationaler Einsätze. Das zeige das Beispiel Afghanistan, so zu Guttenberg vor internationalen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Militär. „Der Wechsel ist die Lösung. Die Transformation der Allianz ist ein kontinuierlicher Prozess,“
sagte er mit Blick auf das für den nächsten NATO-Gipfel erwartete neue Strategiekonzept des Bündnisses. Er unterstrich, dass es „Koalitionen der Willigen“ nicht mehr geben sollte. Diesen Satz hatten die USA unter US-Präsident George W. Bush für das Engagement einzelner Staaten am Irak-Krieg genutzt.

Positives Fazit
Gegenüber Bundeswehr-TV zog zu Guttenberg eine positive Bilanz seiner Reise, die ihn über Paris und Washington nach Halifax führte.„Das Zusammenspiel mit den Amerikanern ist ein hervorragendes. Wir stimmen uns engstens ab - wir bringen aber gleichzeitig unsere eigenen Vorstellungen ein und lassen uns nicht von den amerikanischen Vorstellungen alleinig beeindrucken,“so der Minister über die zukünftige Zusammenarbeit mit den USA.
„Vielmehr sei es eine Teamarbeit, eine Bündnisarbeit, die das Einbringen der Meinungen aller Partner zulassen soll“, ergänzte er.
Mit Frankreich werde man bei den Rüstungsprojekten dort zusammenarbeiten, wo es sinnvoll ist, und, wo es im gemeinsamen Interesse liegt, verdeutlichte zu Guttenberg die hervorragende Kooperation mit dem westlichen Nachbarland.
Der deutsche Fokus werde auch zukünftig auf internationaler Zusammenarbeit liegen, um aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Herausforderungen zu bewältigen, so der Minister.
„Dies haben wir in Halifax vor der internationalen Gemeinschaft deutlich gemacht und dafür werde ich mich stark machen“,fügte er an.
Vor seiner Rede in Kanada hatte sich zu Guttenberg mit Weltbank-Präsident Robert Zoellick in Washington getroffen. Am 19. November war Guttenberg mit seinem US-Kollegen Robert Gates und mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, zusammengetroffen. Im Zentrum der Gespräche standen die Lage in Afghanistan und weitere Fragen der Zusammenarbeit in der NATO.


