Betreuung und Fürsorge in der Bundeswehr - keine leeren Formeln
Berlin, 26.08.2006.
"Soziales Engagement in der Bundeswehr ist eine wichtige Stütze", sagte Alice Greyer-Wieninger. Die Leiterin der Abteilung Wehrverwaltung, Infrastruktur und Umweltschutz im BMVg ist überzeugt: "Kein Großunternehmen kommt ohne Fürsorge und Betreuung aus". Auch nicht die Bundeswehr. Sie zählt auf das ehrenamtliche Engagement vieler Soldaten, ziviler Mitarbeiter und Angehöriger - in vielen Bereichen.
Trucks and more... - Modellautos für die Kameradschaftshilfe
Die vielen Modell-LKWs mit den Bundeswehr-Motiven, die da am Stand des Soldatenhilfswerks e. V. ausgestellt sind, geben dem Besucher erstmal Rätsel auf. Aber Martha Heer gibt gerne Auskunft. "Das sind Modellautos, die wir selbst beklebt haben", berichtet sie stolz. "Der Kleine kostet fünf Euro und der Große zehn Euro." Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen komplett an das Soldatenhilfswerk. "Trucks and more... " ist ein Beispiel dafür, wie vielfältig soziales Engagement in der Bundeswehr ist und dass es stets von den Ideen und der Kreativität des Einzelnen lebt. Das Soldatenhilfswerk gibt dieses Engagement weiter an Soldaten, die unverschuldet in Not geraten sind.
Reservistenverband - Immer einsatzbereit
"Wir wollen vermitteln zwischen Bundeswehr und Zivilbevölkerung", sagt der Stabsgefreite Magnus Lück von der Landesgruppe Berlin. Welche zentrale Rolle besonders die freiwillge Reservistenarbeit spielt, zeigen beispielsweise die regelmäßigen Einsätze bei Not- und Katastrophenfällen. "Echte Hilfe" lautet das Motto. Aber nicht nur darum geht es am Stand des Reservistenverbandes; die Soldaten sorgen auch für Überraschungen: Eine große Wunderkiste haben sie für die kleinen Besucher aufgestellt. "Da ist ganz viel drin", strahlt Tino als seine Hand in der Kiste verschwindet. Als er sie wieder rauszieht, zeigt er stolz eine kleine gelbe Trillerpfeife. "Toll!", freut sich der Sechsjährige.
Dialog und Vermittlung - Forum für Soldatenfamilien
Beruf: Soldat. Dahinter stecken hohe Anforderungen und große Belastungen. Aber nicht nur für die Frau oder den Mann in Uniform. Auch von den Familien und Angehörigen wird viel erwartet und gefordert. "Wir leben in einer Pendler-Armee", sagt Sabine Post vom Forum für Soldatenfamilien e. V. Zusammen mit vielen anderen Betroffenen kümmert sie sich ehrenamtlich um Familien von Bundeswehrsoldaten. "Viele leben getrennt von Vater oder Mutter, müssen Umzüge organisieren oder sich am neuen Standort einleben." Damit sind oft Fragen und Probleme verbunden. Das Soldatenforum ist Teil des Netzwerkes der Familienbetreuung in der Bundeswehr. Es bietet mit vielen regionalen Einrichtungen Hilfe und Beratung für die Angehörigen vor Ort.











