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Flugbereitschaft

Berlin, 28.10.2003.
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung(BMVg) ist ein militärischer Verband der Luftwaffe. Sie stellt mit einem A-310 in der Passagierversion sowie den vier militärischen Langstreckentransportflugzeugen Airbus A-310 MRT einen wesentlichen Teil der Lufttransportkräfte der Luftwaffe.

Flugzeug Airbus A-310Größere Abbildung anzeigen

Der A-310 der Flugbereitschaft (Quelle: Redaktion Internet Bw)

Der Auftrag der Flugbereitschaft umfasst im Frieden und für den Einsatz militärische Flüge zum Transport von Personal und Material, Transport von Verwundeten, Unfallverletzten und Kranken über große Entfernungen (STRAT-MEDEVAC) einschließlich der dazu erforderlichen Ausbildung.Nach Ergänzung der Ausrüstung der vier Luftfahrzeuge des Typs A 310 MRT mit Rüstsätzen zur Luftbetankung zur Version A-310 MRTT wird diese zusätzliche Fähigkeit den Lufttransportauftrag vervollständigen. Die durch die Flugbereitschaft bereitzustellende militärische Lufttransportkapazität dient der Unterstützung der Streitkräfte im erweiterten Aufgabenspektrum.Dabei gebieten die Wahrung der politischen Handlungsfreiheit und die Verantwortung für die ins Ausland entsandten Truppen, dass Verlegung, Versorgung und Einsatzunterstützung, Verwundeten-transport und Rückverlegung bis hin zur Evakuierung national sichergestellt werden müssen. Dies erfordert den unmittelbaren kurzfristigen Zugriff auf Kernkapazitäten.Als Zusatzauftrag in "Servicefunktion für andere Bedarfsträger" gewährleistet der Verband mit zwei Airbus A-310 VIP, sechs Challenger CL-601 und drei Cougar AS-532 die erforderlichen staatlich-repräsentativen Flüge sowie Transportflüge für hochgestellte Persönlichkeiten des politisch-parlamentarischen Bereiches und anforderungsberechtigte Nutzer anderer Organisations-bereiche an allen Tagen des Jahres.Für die Durchführung des Gesamtauftrages sind inder Flugbereitschaft 840 Soldaten und 280 zivile Mitarbeiter beschäftigt. Zur konkreten Frage nach den Kosten für eine Flugstunde unterschiedlicher Luftfahrzeugmuster ist anzumerken, dass diese sehr unterschiedlich anzusetzen und im Regelfall nicht mit anderen Luftfahrzeugen vergleichbar sind. Eine Betrachtung der Kosten einer Flugstunde, ohne gleichzeitig die sehr komplexen Berechnungsgrundlagen und detaillierten Angaben der betrachteten Kostenanteile zu berücksichtigen, wäre irreführend.Die durch die Flugbereitschaft für den politisch-parlamentarischen Bereich erbrachten Flugstunden unterliegen der Geheimhaltung. Zu Aussagen ist ausschließlich der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages legitimiert.Das Verteidigungsministerium hat in den vergangenen Jahren Möglichkeiten untersucht, durch eine Teilprivatisierung der Flugbereitschaft die Betriebskosten für den Lufttransport im politisch-parlamentarischen Bereich zu reduzieren. Zwei hierzu durchgeführte Interessenbekundungsverfahren haben ergeben, dass eine Teilprivatisierung derzeitig wirtschaftlich nicht durchführbar ist, da die Angebote die maßgeblichen Rahmenbedingungen nicht erfüllten. Der Betrieb der Flugbereitschaft wird deshalb auch weiterhin, unter gleichzeitiger interner Optimierung, durch die Luftwaffe sichergestellt.

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Stand vom: 03.12.13


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