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Zehn Jahre Bendlerblock

Berlin, 02.09.2003.
Am 2. September 2003 jährte sich zum zehnten Mal der Bezug des "Bendlerblocks" durch das Bundesministerium der Verteidigung.

Als die Entscheidung für Berlin als Sitz der Bundesregierung gefallen war, bezog das Verteidigungsministerium als zweiten Dienstsitz die Gebäude des sogenannten "Bendlerblocks" zwischen Tiergarten und Landwehrkanal. Mit rund 350 Mitarbeitern stellt es den kleineren Teil des Ministeriums. In Bonn, auf der sogenannten "Hardthöhe", sind es etwa 3.000.Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung hat als Ressortchef Büros in Bonn und Berlin, die beiden Parlamentarischen Staatssekretäre, Thomas Kossendey und Christian Schmidt, sitzen in Berlin. Ebenfalls in Berlin sind der Planungsstab, Leitungsstab und Presse- und Informationsstab. Die militärischen Führungsstäbe und zivilen Abteilungen des Ministeriums dagegen haben nach wie vor ihren Sitz in Bonn. Derzeit ist geplant, auch den Führungsstab der Streitkräfte in die Hauptstadt zu holen.Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Dienstsitzen stützt sich auf moderne Telekommunikationsverbindungen, die unter anderem eine elektronische Vorgangsbearbeitung zwischen allen Arbeitsplätzen unabhängig vom Standort ermöglicht.Doch der Ort "Bendlerblock" stellt nicht nur die notwendige Nähe zu den politischen Entscheidungszentren in Berlin her. Mit der Auswahl des Gebäudes wurde Geschichtsbewusstsein bewiesen, denn der Gebäudekomplex ist einer der wichtigsten Orte der jüngeren deutschen Geschichte in Berlin.Verbunden wird dieser Ort vor allem mit dem missglückten Attentat auf Hitler durch die Gruppe von Offizieren um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Der Sturz des nationalsozialistischen Regimes misslang und noch in derselben Nacht wurden er und seine engsten Vertrauten im Innenhof des "Bendlerblocks" durch ein Erschießungskommando hingerichtet.Heute dient ein Teil des Gebäudekomplexes dem Gedenken an den Widerstand im Dritten Reich. Ein Mahnmal für die Opfer und die "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" laden den Besucher ein, sich dieses wichtige Kapitel deutscher Geschichte ins Gedächtnis rufen.Die Geschichte des "Bendlerblocks" reicht bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück und stand bis 1945 im Zeichen militärischer Nutzung. Zwischen 1911 und 1914 wurde es für das Reichsmarineamt gebaut. Mit Beginn der Weimarer Republik war es Sitz von Reichswehrministerium und Heeresleitung.

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Stand vom: 03.12.13


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