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Streubomben-Konvention tritt in Kraft

New York, 16.02.2010.
Das Übereinkommen über Streumunition wird am 1. August 2010 in Kraft treten. Die Vereinten Nationen teilten mit, dass mit Burkina Faso und Moldawien der 29. und 30. Staat das Abkommen ratifiziert hatten. Damit ist die für das Inkrafttreten des Übereinkommens erforderliche Anzahl von Ratifikationen erreicht.

Streumunition

Streumunition: Verbot durch internationales Abkommen (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki Moon begrüßte das Inkrafttreten als großen Fortschritt des internationalen Abrüstungsprogramms. Er rief die verbleibenden Unterzeichnerstaaten dazu auf, ebenfalls den Ratifizierungsprozess zu beenden.

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Bundeswehr verzichtet auf Streumunition

Das auch als Streubomben-Konvention bezeichnete Abkommen wurde bereits von mehr als 100 Staaten unterzeichnet. Es verbietet die Nutzung, Herstellung, Lagerung und den Transport von Streumunition. Deutschland hatte bereits im Juli des letzten Jahres als 11. Zeichnerstaat die Ratifikationsurkunde bei den Vereinten Nationen hinterlegt.

Seit 2005 wird Streumunition in Deutschland weder produziert noch exportiert. Streubomben zählen nicht nur aufgrund ihrer unmittelbaren Wirkung zu den gefährlichsten Waffenarten der Welt. Blindgänger können noch Jahrzehnte nach dem Einsatz bei geringsten Berührungen detonieren. Hilfsorganisationen schätzen, dass seit dem Beginn des Einsatzes von Streumunition mehr als 100.000 Menschen durch diese Waffen getötet oder verstümmelt wurden. Davon sei jedes vierte Opfer ein Kind.

Die Bundeswehr hat Streumunition nie eingesetzt. Angesichts hoher Blindgängerraten wurde bereits 2001 mit der Vernichtung von Streumunition begonnen. Um den Erhalt militärischer Fähigkeiten zu gewährleisten, führte die Bundeswehr Punktzielmunition ein. Diese Alternative ist mit den strengen Vorgaben des Übereinkommens über Streumunition vereinbar.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Florian Manthey


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