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Ministerbesuch im Kampfgebiet in Afghanistan

Masar-i Scharif/Chahar Darreh, 04.11.2010.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist am 4. November zu einem unangekündigten Kurzbesuch in Afghanistan eingetroffen. Dort begab er sich auch in das Gebiet um Chahar Darreh, in dem zurzeit afghanische und deutsche Soldaten eine gemeinsame Operation gegen Aufständische durchführen.

Zu Guttenberg hockt mit zwei deutschen Soldaten in einer Stellung

Ministerbesuch an vorderster Front (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

Zuvor hatte der Minister schon das norwegischen Regionale Wiederaufbauteam (PRT) in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Meymaneh und das ISAF-Regionalkommando Nord in Masar-i Scharif besucht.

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Minister bei Soldaten im Gefecht

Das Gebiet um Chahar Darreh südwestlich von Kundus gilt als einer der gefährlichsten Distrikte im Einsatzgebiet der Bundeswehr. Seit Sonntag stehen dort afghanische und deutsche Soldaten in einer gemeinsamen Operation im Gefecht mit Aufständischen. Gegenüber der Presse äußerte sich der Minister zum Grund seines Besuches: „Die Motivation ist einmal mehr, dass man die Sicherheitslage nicht nur vom Schreibtisch beurteilt, sondern sich selbst ein Bild macht“, so zu Guttenberg.

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Am Karfreitag dieses Jahres waren in einem Hinterhalt in Chahar Darreh drei deutsche Soldaten gefallen. Dass die internationalen Truppen in diesem Jahr zahlreiche Gefallene zu beklagen haben, führt der Minister auf das verstärkte Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Aufständischen zurück. Gleichzeitig warb er für realistische Ziele beim Einsatz am Hindukusch: „Wir müssen uns verabschieden von manchen Traumbildern, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Manche Ziele wird man nie erreichen können“, sagte er gegenüber der Presse.

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Zu Guttenberg: Trendwenden in Teilen Afghanistans

Im nordafghanischen Meymaneh hatte sich der Minister zuvor vorsichtig optimistisch über die Lage im Land geäußert. „In Teilen Afghanistans gibt es schon Trendwenden“, sagte er. Er hoffe, dass im kommenden Jahr wie geplant mit der Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte begonnen werden könne. Dies müsse jedoch an die Erfüllung bestimmter Kriterien gebunden sein: „Ich spreche immer davon, dass wir ein erträgliches Maß an Stabilität brauchen.“, so der Minister.

Zu Guttenberg wird von den Soldaten vom Hubschrauber abgeholt

Ankunft im umkämpften Chahar Darreh (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

Aus dem mongolischen Ulan Bator kommend, war er zunächst im Luftwaffenstützpunkt Termes in Usbekistan gelandet. Von dort aus flog der Minister weiter nach Meymaneh. Der Zwischenstopp des Ministers auf dem Rückweg seiner Asienreise war aus Sicherheitsgründen vorab nicht angekündigt worden. In den letzten Tagen hatte der Minister China und die Mongolei besucht.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: bmvg.de


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