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Verteidigungsminister zu Guttenberg trauert um gefallene deutsche Soldaten

Bonn, 06.04.2010.
Der Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, haben sich auf einer Pressekonferenz zu den Gefechten bei Kunduz am 2. April geäußert. Bei der Durchführung einer Routineoperation wurde eine deutsche Patrouille beschossen. Im Verlauf der Gefechte sind drei Soldaten gefallen.

Pressekonferenz von zu Guttenberg und Wieker

Zu Guttenberg und Wieker informieren über die Gefechte (Quelle: Getty Images/Spiegl)Größere Abbildung anzeigen

Verteidigungsminister zu Guttenberg unterbrach seinen Urlaub und sagte: „Mit großer Betroffenheit habe ich heute von den gefallenen und verwundeten deutschen Soldaten in Afghanistan erfahren müssen. Ich bin in Gedanken und Gebeten bei den Soldaten und ihren Familien. Angesichts von Gefechten dieses Ausmaßes wird deutlich, wie gefährlich der gleichwohl notwendige Einsatz in Afghanistan ist.“ Die zunehmenden Gefechte in Afghanistan würden verdeutlichen, dass „umgangssprachlich von Krieg“ gesprochen werden könne.

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Verwundete Soldaten nach Deutschland ausgeflogen

Insgesamt wurden acht deutsche Soldaten verletzt und zum Teil schwer verwundet. Vier Soldaten wurden zur medizinischen Versorgung nach Deutschland ausgeflogen und direkt in das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz gebracht.

Bei der Rettung der Verwundeten im Gefecht wurden amerikanische MEDEVAC-Hubschrauber (Medical Evacuation, medizinische Evakuierung) eingesetzt. „Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich unseren amerikanischen Kameraden danken, die unter Einsatz ihres Lebens unsere Verwundeten in das Lazarett nach Kunduz geflogen haben“, sagte General Wieker.

Für die gefallenen deutschen Soldaten fand im Lager Kunduz eine Trauerfeier statt. Im Anschluss an die Zeremonie wurden die Gefallenen mit einem Hubschrauber nach Termez in Usbekistan und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Deutschland überführt.

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Bedauern über tote afghanische Soldaten

Einer deutschen Kompanie, die zur Ablösung der unter Beschuss geratenen Kräfte vom Lager in Kunduz zum Einsatzort unterwegs war, näherten sich zwei zivile Fahrzeuge, die auch nach aller von deutscher Seite durchgeführten Sicherheits- und Identifizierungsverfahren nicht anhielten.

Daraufhin eröffnete ein Schützenpanzer vom Typ Marder das Feuer auf eines der Fahrzeuge. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Fahrzeuge der Afghan National Army (ANA). Bei dem Vorfall wurden sechs Soldaten der ANA getötet. Der genaue Ablauf der Ereignisse wird noch untersucht.

Der Minister sprach sein Bedauern über den Tod der afghanischen Soldaten aus. „Unsere Soldaten tun alles, um Opfer so weit wie irgend möglich zu vermeiden“, betonte er. „Aber im Krieg wie in kriegsähnlichen Zuständen zeigt die bittere Erfahrung, dass solche Vorfälle nie vollends auszuschließen sind“, fügte er hinzu.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Florian Manthey


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