Volkstrauertag 2011: Die Würde des Menschen achten
Berlin, 14.11.2011.
In Vertretung des Verteidigungsministers Thomas de Maizière gedachte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, anlässlich des Volkstrauertages 2011 am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin der gefallenen und verstorbenen Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr. Im Beisein ihrer Angehörigen verlas er die Namen der in den letzten zwölf Monaten Gefallenen und Verstorbenen.

Zum dritten Mal diente das Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock als würdige Kulisse des Gedenkens an alle Angehörigen der Bundeswehr, die in Folge der Ausübung ihrer Dienstpflicht ihr Leben verloren haben. Im Anschluss an eine Andacht fand die offizielle Zeremonie im Beisein einer großen Anzahl von Angehörigen, Gästen und Vertretern des Attachékorps statt.
„Unsere Toten bleiben ein Teil unserer Gemeinschaft
“
Unsere Toten bleiben ein Teil unserer Gemeinschaft
„Wir gedenken heute all derer, die in Ausübung ihres Dienstes für unser Land gefallen sind
“, sagte der Generalinspekteur zu Beginn seiner Rede am Ehrenmal und fügte hinzu: „Und wir stehen hier, um die Erinnerung an sie wachzuhalten
.“
Im weiteren Verlauf seiner Rede richtete er sich insbesondere auch an die anwesenden Angehörigen und versicherte ihnen, dass sie in ihrer Trauer nicht allein seien. „Wir stehen hier, um sie unseres andauernden Beistands zu versichern
.“
Kameradschaft – im Leben wie im Tode
Nach der Verlesung der Namen der Gefallenen und Verstorbenen ging Wieker auf die Sinnfrage ein.
Er führte aus, dass Frieden und Freiheit kein selbstverständliches Gut seien, sondern täglich neu errungen werden müssten. Dabei mahnten uns die Toten, unserer Verantwortung für ein menschenwürdiges Dasein und für die Freiheit von Krieg und Terror auch außerhalb Deutschlands nachzukommen.

Diese Würde zu schützen sei die wichtigste Aufgabe unseres Staates. Sie enthält aber gleichzeitig auch die Verpflichtung, den Toten ein würdiges Andenken zu bewahren. Kameradschaft sei dabei das besondere Band, dass Soldaten und zivile Angehörige verbinde.
Zum Abschluss seiner Rede wünschte der Generalinspekteur den Angehörigen die Kraft, den „Schrecken der scheinbaren Endgültigkeit des Todes
“ zu überwinden.
Bereits am Morgen hatte der Generalinspekteur einen Kranz auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee niedergelegt, wo deutsche Soldaten jüdischen Glaubens beigesetzt sind, die vor allem im Ersten Weltkrieg fielen.




