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Zu Guttenberg und General McChrystal ehren gefallene und verstorbene Bundeswehrsoldaten

Berlin, 21.04.2010.
Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg und der Befehlshaber der International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan, General Stanley A. McChrystal, legten am 21. April zu Ehren der gefallenen Bundeswehrsoldaten einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin nieder.

Zu Guttenberg und McChrystal gedenken vor Kränzen

Bild 1: Innehalten bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Neben dem Verteidigungsminister und dem Befehlshaber der ISAF nahmen der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, und der Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier in Kabul, Generalleutnant Bruno Kasdorf, an der feierlichen Kranzniederlegung teil.

Zu Guttenberg empfing General McChrystal, der zugleich Befehlshaber der US-Streitkräfte der Operation Enduring Freedom (OEF) ist, zu einem Gespräch im Bendlerblock. Der ursprünglich für den 19. April geplante Termin wurde aufgrund der mehrtägigen Sperrung des europäischen Luftraums kurzfristig auf den heutigen Tag verschoben.

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Unterstützung durch Kampfhubschrauber

Der Minister bezeichnete das Gespräch mit McChrystal über den Einsatz in Afghanistan und die Zukunft des Landes als offen und intensiv. Die US-Streitkräfte würden weitere Truppen in den Norden Afghanistans verlegen und die deutsche Führungsverantwortung für diesen Landesteil akzeptieren und anerkennen. Als Reaktion auf diese Veränderungen werde das unter deutscher Führung bestehende ISAF-Regionalkommando Nord zukünftig von einem Generalmajor geführt werden, anstatt wie bisher von einem Brigadegeneral.

Mit der US-amerikanischen Verstärkung im deutschen Verantwortungsbereich würden gegenseitig Fähigkeiten zur Verfügung gestellt, die einer der Partner nicht vorhalten kann. Besonders wichtig sei, „dass Kampfhubschrauberfähigkeiten vorhanden sein werden“.

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Gemeinsam Vertrauen schaffen

McChrystal und zu Guttenberg am Rednerpult

Zu Guttenberg bedankt sich für die US-Unterstützung (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Auch ein Austausch über die neue Afghanistanstrategie habe stattgefunden. Die weiteren Handlungsmöglichkeiten in der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte standen dabei im Vordergrund. Im Rahmen des Konzepts „Übergabe in Verantwortung“ müsse es gelingen, dass die afghanische Armee und Polizei selbstständig Verantwortung übernehmen könnten.

Die Ausbildung afghanischer Soldaten und Polizisten mit anschließenden gemeinsamen Einsätzen – das sogenannte Partnering – ist Teil der neuen Afghanistan-Strategie. „Jede neue Strategie trägt auch hohe Risiken in sich und auch hohe Gefahren“, sagte der Minister zum gemeinsamen Vorgehen in Afghanistan. Insgesamt sei der Einsatz „in teilen sehr gefährlich“. Jedoch gelte es, „vor Ort gemeinsam Vertrauen zu schaffen“, so zu Guttenberg mit Blick auf die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit.

General McChrystal lobte die Arbeit der Deutschen im Norden Afghanistans und sagte, dass Deutschland ein sehr wichtiger Partner im Einsatzland sei. 2010 sei für das Land und den Einsatz ein „kritisches Jahr“. Trotzdem müsse die afghanische Bevölkerung in die Lage versetzt werden, die Zukunft ihres Landes selbst gestalten zu können.

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Auszeichnung für US-Soldaten

Zu Guttenberg dankte McChrystal im Namen der Bundesregierung von Herzen für die Unterstützung deutscher Truppen in den Gefechten vom Karfreitag. US-amerikanische Rettungshubschrauber evakuierten unter Beschuss verwundete deutsche Soldaten. Dafür verlieh der Minister das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold an die US-Hubschrauberbesatzungen, „die ihr Leben riskiert haben, um das Leben unserer Soldaten zu retten“.

Zu Guttenberg bat General McChrystal und General Kasdorf, die insgesamt 14 Ehrenkreuze an die Soldaten auszuhändigen. Der Minister hatte sich bei seinem Afghanistanbesuch bereits persönlich bei den Hubschrauberbesatzungen bedankt.

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Weiteres Pressebild

Hubertus von Rohr, Bruno Kasdorf, Stanley A. McChrystal, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Volker Wieker

Bild 2: Gedenken am Ehrenmal (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jan Rippl/Florian Manthey


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