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Gute Beziehungen zu Indien weiter ausbauen

Neu Delhi und Bangalore, Indien, 10.02.2011.
Die Intensivierung der bilateralen Beziehungen stand für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Mittelpunkt seiner zweitägigen Reise nach Indien. Zunächst wurde er in der indischen Hauptstadt Neu Delhi von Premierminister Manmohan Singh empfangen. Er besuchte auch die internationale Luftfahrtausstellung „Aero India“ in Bangalore.

Zu Guttenberg und Manmohan Singh im Gespräch

Im Gespräch mit dem indischen Premierminister (Quelle: dpa/Gambarini)Größere Abbildung anzeigen

Beim Treffen mit dem Premierminister tauschte sich zu Guttenberg über sicherheitspolitische Themen sowohl mit regionalem als auch mit internationalem Bezug aus. So sprachen sie auch über die Sicherheitslage in Afghanistan, die Situation zum Nachbarn Pakistan, aber auch über globale Themen wie die Rolle Deutschlands und Indiens im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Beide Staaten haben derzeit einen nicht ständigen Sitz inne.

Guttenberg erklärte, dass Indien ein wichtiger Partner für die Stabilität in der Region sei. Daher sei es ihm wichtig, die guten Beziehungen durch eine gestärkte strategische Partnerschaft weiter auszubauen, so der Verteidigungsminister.

Zu Guttenberg bekommt einen roten Punkt auf die Stirn gemalt

Begrüßung in Indien (Quelle: dpa/Lang)Größere Abbildung anzeigen

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Besuch der Luftfahrtmesse „Aero India“

Auf Einladung des indischen Verteidigungsministers Arakkaparambil Antony besuchte zu Guttenberg auch die internationale Luftfahrtausstellung „Aero India“, die im Zwei-Jahres-Rhythmus bereits zum achten Mal in der südindischen Metropole Bangalore ausgerichtet wurde. Die fünftägige Messe gilt als eine der größten und bedeutendsten Veranstaltungen für die zivile und militärische Luftfahrt.

Der „Aero India“ kommt in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu: Die Regierung in Neu Delhi plant, 126 Kampfflugzeuge mit einem Auftragsvolumen von etwa 10 Milliarden Dollar zu beschaffen. Sechs Rüstungsunternehmen hatten sich 2008 auf die Ausschreibung beworben: Neben dem Eurofighter-Konsortium haben sich auch die beiden US-Flugzeugbauer Lockheed Martin mit einer F-16 IN sowie Boeing mit der FA-18 „Superhornet“, der schwedische Saab-Konzern mit einer JAS 39 „Gripen“, das französische Unternehmen Dassault mit ihrer „Rafale“ sowie Russland mit der Mig 35 um diesen Großauftrag beworben.

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Spektakuläre Show in den Lüften

Nachdem die indischen Piloten am Eröffnungstag der „Aero India“ ihr Können bei einer spektakulären Airshow unter Beweis gestellt hatten, präsentierten sich auch die sechs Rüstungsunternehmen mit ihren Maschinen in einer Flugschau von ihrer besten Seite dem indischen Publikum. In diesem Jahr war die italienische Luftwaffe in Bangalore vor Ort, um die Fähigkeiten und das Leistungsvermögen des „Eurofighter“ zu zeigen, vor zwei Jahren war es die Deutsche Luftwaffe.

Sollte Indien sich für den „Eurofighter“ entscheiden, so würde dies nicht unmittelbar den Streitkräften der vier beteiligten Nationen zu Gute kommen – es wäre jedoch ein großer Erfolg für den europäischen Wirtschaftsraum. Eine Entscheidung der indischen Regierung für eines der sechs Kampfflugzeuge steht noch aus.

Propeller-Flugzeuge in der Luft

Spektakuläre Flugmanöver bei der Luftfahrtausstellung (Quelle: Bundeswehr/Briedigkeit)Größere Abbildung anzeigen

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Treffen mit Amtskollegen

Am Rande der „Aero India“ traf sich der Verteidigungsminister, der unter anderem vom Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik, begleitet wurde, auch mit seinem indischen Amtskollegen sowie dem Stabschef der indischen Luftstreitkräfte, Airmarshal Pradeep Naik, zum Informationsaustausch.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jörg Briedigkeit


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