Kossendey hält Trauerrede für ehemalige Staatssekretärin
Quickborn, 11.02.2011.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Thomas Kossendey (MdB), hat am 10. Februar die Trauerrede für Ingrid Roitzsch gehalten. Roitzsch hatte von 1992 bis 1993 das Amt der Parlamentarischen Staatssekretärin beim damaligen Verteidigungsminister Volker Rühe inne. Sie verstarb am 31. Januar im Alter von 70 Jahren.

Mit dem Herzen allein könne keine verantwortliche Politik gemacht werden. Die Vernunft sei maßgeblich für ihre Entscheidungen, an diesen Ausspruch von Ingrid Roitzsch während einer Bundestagsdebatte erinnerte Staatssekretär Kossendey in seiner Rede bei der Trauerfeier in der Kapelle des Heidefriedhofes in Quickborn. Dieser Charakterzug prägte ihr politisches Wirken und Handeln, unterstrich Kossendey.
Roitzsch war von 1980 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestags, 1992 wurde sie zur Parlamentarischen Staatssekretärin vereidigt. Frauen in hohen politischen Ämtern waren noch eher selten zu finden, „dass deren Präsenz und politische Einflussnahme zugenommen hat, ist unter anderem auch ihr Verdienst
“, führte Kossendey aus.
Vorbild über Parteigrenzen hinweg
In ihrem Amt setzte sie sich „schon damals für einen freiwilligen Dienst und gleiche Aufstiegschancen von Frauen in der Bundeswehr ein
“, erinnerte Kossendey. „Die weitere Entwicklung unserer Streitkräfte hat ihr Recht gegeben
.“ Darüber hinaus sei ihr die Verbesserung der sozialen Belange der Angehörigen der Bundeswehr Auftrag und Herzensangelegenheit zugleich gewesen.
„Ingrid Roitzsch ging stets geradlinig ihren Weg, auch wenn dieser manchmal beschwerlich war – immer das Ziel klar vor Augen
.“ Damit habe sie jahrzehntelang ein Beispiel gegeben und sei so – über alle Parteigrenzen hinweg – zum Vorbild geworden, sagte der Staatssekretär.
