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Ursula von der Leyen: „Wir müssen die Bundeswehr für Frauen noch deutlich attraktiver machen“

Berlin, 24.01.2014.
Die Studie „Truppenbild ohne Dame?“, die auf einer Befragung von rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Jahr 2011 basiert, legt nahe, dass die Bundeswehr in vielen Bereichen aufholen muss, um ein attraktiverer Arbeitgeber für Frauen zu werden.

Von der Leyen mit Soldaten

Von der Leyen im Gespräch mit einer Soldatin (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Die sozialwissenschaftliche Begleituntersuchung zum aktuellen Stand der Integration von Frauen in die Bundeswehr wurde heute in Berlin durch das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) vorgestellt. Die Erhebung ist Teil eines langfristig angelegten Forschungsprojektes, das bereits im Jahr 2000 begonnen wurde.

„Die Daten aus dem Jahr 2011 zeigen, dass die Bundeswehr mit der gestarteten Attraktivitätsoffensive auf dem richtigen Weg ist und wir an vielen Punkten anzusetzen haben. Wir müssen die Karrierepfade für Frauen gangbarer machen, die Vereinbarkeit von Dienst und Familie zügig vorantreiben und auch besser sichtbar machen, wie sehr die Bundeswehr von der wachsenden Zahl Frauen in der Truppe profitiert. Die Bundeswehr braucht die fähigsten Köpfe und davon sind ebenso viele weiblich wie männlich“, so Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Gerhard Kümmel auf dem Podium

Gerhard Kümmel stellt die Studio vor (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke)Größere Abbildung anzeigen

In Teilen weist die wissenschaftliche Untersuchung auf eine leichte Verbesserung des Integrationsklimas hin. So sind Soldatinnen beispielsweise in Bezug auf ihr eigenes Leistungsvermögen selbstbewusster geworden und stellen eine Normalisierung im Umgang mit ihnen fest. Andere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Soldatinnen in der Bundeswehr generell noch nicht die Akzeptanz finden, die sie sich wünschen. So glauben 52 Prozent der männlichen Soldaten, dass Frauen den körperlich anspruchsvollen Funktionen nicht gewachsen sind, (im Jahr 2005 waren es noch 44 Prozent). Ihr Vertrauen in die Soldatinnen ist zurückgegangen und etwa jeder Zweite kommt zu dem Schluss, dass die Integration noch großer Anstrengungen bedarf (2011: 48%, 2005: 22%). 51% der Soldatinnen sind der Meinung, dass Familie und Dienst in der Bundeswehr gut miteinander vereinbar sind.

Die Ergebnisse der in dieser Woche vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) vorgelegten Studie werden jetzt im Bundesverteidigungsministerium umfassend ausgewertet. Diese Erkenntnisse sollen für die gestartete Attraktivitätsoffensive genutzt werden.

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Stand vom: 27.01.14


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