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Manfred-Wörner-Medaille für Horst Teltschik

Berlin, 17.11.2010.
Im Rahmen eines feierlichen Festakts hat Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg am 16. November die Manfred-Wörner-Medaille an Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik verliehen. Teltschik setzt damit die Liste der ausgezeichneten Personen wie Javier Solana, Richard Holbrooke und Hans Koschnick fort.

Zu Guttenberg überreicht Teltschik eine Medaille

Medaille für einen „großen Charakter“ (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Die Manfred-Wörner-Medaille wird als Auszeichnung an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um Frieden und Freiheit in Europa verdient gemacht haben. Durch einen Erlass des damaligen Bundesverteidigungsministers Volker Rühe aus dem Jahr 1996, wird diese Medaille seitdem fast jährlich durch den amtierenden Verteidigungsminister verliehen.

Sie steht für das Gedenken und die Würdigung der besonderen Verdienste, die sich Dr. Manfred Wörner in seiner sechsjährigen Amtszeit als NATO-Generalsekretär erworben hat.

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Maßgeblich an der deutschen Einheit beteiligt

Teltschik ist der 13. Empfänger dieser Auszeichnung. Er war sicherheitspolitischer Berater Helmut Kohls und 19 Jahre lang Mitarbeiter des ehemaligen Bundeskanzlers. Zudem hat er von 1999 bis 2008 die Münchener Konferenz für Sicherheitspolitik organisiert und geleitet. Doch vor allem durch seinen Beitrag zur Deutschen Einheit ist Teltschik bekannt geworden.

Der ehemalige Kanzleramts-Vizechef hat die „deutsche Politik über Jahre an entscheidender Stelle maßgeblich mitgestaltet“, so Verteidigungsminister zu Guttenberg. Teltschik habe dabei im „sogenannten Hintergrund“ gewirkt und dies sei „kein Widerspruch, sondern Zeichen wirklich besonderen Geschicks, Zeichen eines großen Charakters und auch besonderer Brillanz“, führte zu Guttenberg weiter aus.

Teltschik war unter anderem bei den Gesprächen im Kaukasus und Moskau zwischen Helmut Kohl und Michail Gorbatschow zugegen, in denen die Deutsche Einheit vorbereitet wurde. Zudem begleitete Teltschik auch die Zwei-plus-Vier-Gespräche im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung. Auch der 10-Punkte-Plan Helmut Kohls ging durch Teltschiks Hände. „Dass die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes bereits 329 Tage nach dem Fall der Mauer friedlich und mit Zustimmung all unserer Nachbarn und Verbündeten gelang, an diesem Erfolg haben Sie bleibenden Anteil“, lobte zu Guttenberg den Geehrten.

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Furchtlos in die Politik eingetreten

Teltschik wusste mit der lobvollen Laudatio umzugehen und bedankte sich beim Verteidigungsminister mit den Worten: „Zuerst allerherzlichsten Dank für eine Rede, die mich fast beschämt hat. Zum Glück war es keine Rede eines Nachrufs, sondern eine Würdigung meiner Tätigkeit.“ Teltschik zeigte sich auch berührt, dass er die Medaille bekomme, die an an die Leistungen Manfred Wörners erinnert. Diesen habe er schon im Alter von 30 Jahren kennengelernt. Die jetzige Auszeichnung empfinde er als ein Dankeschön an sein Tun.

Bereits zu Beginn seiner politischen Karriere, so Teltschik, wusste er, was er wollte. Seine universitäre Ausbildung in Berlin zu Zeiten der 68er-Studentenrevolte habe dazu beigetragen, dass er, als er die Chance bekam in die Politik einzutreten, „relativ furchtlos“ gewesen sei. „Die Auseinandersetzungen in Berlin haben uns intellektuell wie auch vom Charakter her, glaube ich, eher gefestigt und gestählt“, so Teltschik über den Beginn seiner politischen Laufbahn.

Diese Zuversicht hat dem Geehrten sicherlich auch in anderen Phasen deutscher Geschichte geholfen. So sind auch Schlagworte wie der NATO-Doppelbeschluss und die SDI mit den Stationen der Karriere des heute Siebzigjährigen verbunden. Dass den Staaten des Warschauer Paktes im Juli 1990 auf dem NATO-Gipfel allerdings symbolisch „die Hand der Freundschaft“ gereicht werden konnte, dies sieht Teltschik als einen hervorzuhebenden Punkt in der Zusammenarbeit mit Manfred Wörner – und schlägt damit wieder eine Brücke vom Geehrten zum Namensgeber der Auszeichnung.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Carsten Pfenning


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