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Minister besucht deutsche Soldaten in den USA

Alamogordo (USA), 16.02.2012.
Neben den politischen Gesprächen in Ottawa und Washington nutzte Verteidigungsminister Thomas de Maizière seine Nordamerika-Reise auch dazu, den in den USA stationierten Bundeswehrsoldaten einen Truppenbesuch abzustatten.

De Maizière im Cockpit eines Tornados

In Holloman werden die Soldaten auf dem Tornado geschult (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

Zunächst kam er in Washington mit Soldaten des Bundeswehr-Kommandos USA/Kanada zusammen. Dem Kommando gehören derzeit rund 1.250 Soldaten an – verteilt auf 84 größere und kleine Standorte auf dem nordamerikanischen Kontinent.

Zu den größten Einrichtungen der Bundeswehr gehören neben dem Kommando selbst das Fliegerische Ausbildungszentrum auf der Holloman Air Force Base in Alamogordo im US-Bundesstaat New Mexico und das Taktische Aus- und Weiterbildungszentrum Flugabwehrraketen der Luftwaffe in Fort Bliss im texanischen El Paso, die der Verteidigungsminister am 15. Februar besuchte.

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Deutsche Soldaten sehr gut integriert

In Holloman, wo rund 500 Bundeswehrsoldaten beheimatet sind, findet die fliegerische Aus- und Weiterbildung auf dem Waffensystem Tornado statt. In der Wüste von New Mexico werden sowohl junge Piloten und Waffensystemoffiziere ausgebildet als auch Flug- und Waffenlehrer auf dem Tornado geschult.

Beeindruckt zeigte sich der Verteidigungsminister vom Ausmaß der Integration der deutschen Soldaten des Ausbildungszentrums ins amerikanische Umfeld. Das Stammpersonal hat meist eine Dienstzeit von mindestens drei Jahren in Holloman – in der Regel verbunden mit einem Umzug samt Familie von Deutschland in die USA. Die rund 2.000-köpfige deutsche Gemeinschaft hat einen großen Stellenwert in Alamogordo – über die Jahre hat sich ein sehr gutes deutsch-amerikanisches Miteinander entwickelt, das nicht nur zum Oktoberfest gepflegt wird.

De Maizière im Gespräch mit Soldaten

Minister nutzte seinen Besuch zum direkten Gespräch mit den Soldaten (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

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Ideale Ausbildungsmöglichkeiten

De Maizière lobte auch die erstklassige Infrastruktur und die Trainingsmöglichkeiten, die New Mexico für die Tornado-Ausbildung bietet. Der Bundesstaat, von der Fläche nur etwas kleiner als Deutschland, ist relativ dünn besiedelt. Der Großteil der zwei Millionen Einwohner konzentriert sich auf wenige große Städte. So umfasst der nutzbare Luftraum für die fliegerische Ausbildung rund 16.000 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie Schleswig-Holstein.

In diesem Gebiet können sich die Tornado-Besatzungen nahezu allen Herausforderungen stellen: Tiefstflug, fast uneingeschränkte Nachtflugmöglichkeiten, wenig Ausbildungsausfälle aufgrund schlechten Wetters und kurze Anflugwege zu den Schießplätzen, auf denen alle Waffen des Kampfjets eingesetzt werden können.

Proteste gegen den Fluglärme gibt es auch nicht“, erklärte der Kommandeur des Fliegerischen Ausbildungszentrums, Oberst Frank Kiesel. „Ideale Bedingungen für die Ausbildung – nur das Fliegen bei schlechtem Wetter müssen die Besatzungen dann noch in Deutschland lernen“, resümierte der Minister.

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Eurofighter-Ausbildung bald auch in den USA?

Seitens der deutschen Luftwaffe gibt es daher erste Überlegungen, auf der Holloman-Airforcebase nach dem Tornado künftig auch die Ausbildung auf dem Eurofighter durchzuführen, so de Maizière.

Diese Überlegungen befinden sich noch am Anfang. Zunächst müsse eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erfolgen, ergänzte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik, der den Minister auf dieser Reise begleitete. Für Kreuzinger-Janik ist dies die letzte Reise als Inspekteur zu den deutschen Soldaten in den USA und Kanada, Ende April wird er in den Ruhestand treten.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jörg Briedigkeit


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