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Zu Guttenberg steht Rede und Antwort

Berlin, 23.02.2011.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg stellte sich am 23. Februar dem Parlament: In einer Fragestunde und einer anschließenden Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestags äußerte er sich zu seiner Dissertation.

Zu Guttenberg an einem Rednerpult

Steht Rede und Antwort: Zu Guttenberg im Bundestag (Quelle: dpa/Kumm)Größere Abbildung anzeigen

Die Fragestunde, in der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg den Abgeordneten Rede und Antwort stand, dauerte rund vierzig Minuten. „Ich war sicher so hochmütig zu glauben, dass mir die Quadratur des Kreises gelingt und zwar politische Leidenschaft und Arbeit sowie wissenschaftliche und intellektuelle Herausforderungen als junger Familienvater miteinander in Einklang zu bringen“, räumte zu Guttenberg ein.

Für mich stellte das offenbar eine Überlastung dar, und ich muss heute mit Bedauern feststellen, dass mir das nicht gelungen ist. Und dazu stehe ich auch, und deshalb habe ich die Konsequenzen gezogen und verzichte auf diesen Doktortitel“, erklärte er weiter. „Ich habe mich aufrichtig und von Herzen entschuldigt und wiederhole das gerne noch einmal hier in diesem hohen Hause.“

In der sich anschließenden Debatte ergriff zu Guttenberg ebenfalls im Plenum das Wort. Er bekannte sich zu schweren Fehlern in seiner Doktorarbeit, den Vorwurf der bewussten Täuschung wies er energisch zurück: „Ein Plagiat setzt (…) voraus, dass man bewusst und vorsätzlich getäuscht haben sollte. Und ich habe in all meinen Stellungnahmen deutlich gemacht, dass ich weder bewusst noch vorsätzlich getäuscht habe, aber gravierende Fehler gemacht habe“.

Er unterstrich, dass er seiner Tätigkeit als Bundesminister weiter nachkommen werde. „Das werde ich mit der entsprechenden Freude und mit der entsprechenden Verantwortung, die man für Soldaten im Einsatz trägt, mit der Verantwortung im Blick auf eine Bundeswehrreform und mit der notwendigen Leidenschaft, die man anlegen kann und anlegen muss, die von einem Bundesminister auch erwartet wird, tun.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Heike Pauli


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