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Ehrung im Ministerium: Uniform statt Sportlerdress

Berlin, 09.10.2012.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat am 8. Oktober Bundeswehrsportler im Berliner Bendlerblock empfangen. Er dankte den Spitzensportlern für ihre Leistungen bei den Olympischen Spielen in London, bei der Leichtathletik-Europameisterschaft sowie der Biathlon-Weltmeisterschaft.

De Maizière gibt Nguyen die Hand; neben ihm stehen andere Sportler
Minister: Gratulation für herausragende sportliche Leistungen (Quelle: Bundeswehr/Rütters)Größere Abbildung anzeigen

Für Verteidigungsminister Thomas de Maizière bot sich ein besonderes Bild. „Ich habe sie gar nicht wieder erkannt“, begrüßte er seine Gäste im Berliner Bendlerblock. Rund 120 Bundeswehrathleten, die an den diesjährigen Olympischen Spielen, der Biathlon-Weltmeisterschaft und der Leichtathletik-Europameisterschaft teilgenommen haben, waren der Einladung des Ministers gefolgt und tauschten ihren Sportdress gegen die Uniform.

De Maizière, der selbst bei den Olympischen Spielen in London für kurze Zeit dabei war, sagte: „Da habe ich sie verschwitzt, glücklich, traurig, vor oder nach den Wettkämpfen getroffen. Umso mehr freue ich mich, dass Sie heute in Uniform gekommen sind.“ Neben den Athleten zählten auch der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, mehrere Bundestagsabgeordnete, der Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson, und der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Michael Vesper zu den Gästen.

Der Minister wollte sich im Rahmen eines Empfanges bei den Athleten für deren Leistung bedanken und überreichte ihnen die so genannte Minister-Medaille. „Dieser Coin – wie er auch genannt wird – entstammt einer amerikanischen Tradition und wird besonderen Menschen überreicht und heute auch Ihnen“, betonte de Maiziere mit Blick auf die Spitzensportler.

Die Bundeswehr fördert bis zu 744 Athleten in 15 Sportfördergruppen. Dabei haben die Sportler nicht nur die Möglichkeit, sich ausschließlich auf das Training und ihre Wettkämpfe zu konzentrieren, sie können neben ihrem Sport auch Studieren. „Wir wollen alles ermöglichen, dass Sie auch nach ihrer Sportkarriere vernünftig ins Zivilleben starten können“, unterstrich der Minister das Engagement der Bundeswehr für den deutschen Spitzensport. „Wir wollen etwas für Sie tun, aber Sie sollen auch etwas für Deutschland tun.“

De Maizière vor Rednerpult
Wunsch des Ministers an die Sportler: Bekennen Sie sich zur Bundeswehr (Quelle: Bundeswehr/Rütters)Größere Abbildung anzeigen

So könnte das Image der Bundeswehr, ein Patriotismusgefühl sowie ein unverkrampfter Leistungsbegriff durch die Bundeswehrathleten gefördert werden. Und in diesem Zusammenhang äußerte er eine Bitte: „Bekennen Sie sich zur Bundeswehr.“

Die Athleten sind gern nach Berlin gekommen, betonten die beiden Olympiasieger Stabsunteroffizier (FA) Tina Dietze und Oberfeldwebel Julius Brink, die stellvertretend für die Sportler sprachen. „Damit drücken Sie uns ihre Wertschätzung aus und dass Sie hinter dem Spitzensport stehen“, sagte Kanutin Dietze. „Denn nur mit dieser Förderung können wir uns in einer sozial-abgesicherten Umgebung ganz auf das Training konzentrieren“, so Dietze. „Und seien Sie gewiss – wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus“, ergänzte Beach-Volleyballer Brink.

Im Rahmen der Sportler-Ehrung stellte der Minister eine besondere Idee vor: Eine eigene Sportfördergruppe für Sportler mit Behinderung, die dann an den Paralympics teilnehmen könnten. Derzeit würde innerhalb der Bundeswehr geprüft, wie so ein Projekt umgesetzt werden könne. „Und da habe ich einen großen Traum, dass ein oder zwei verwundete Soldaten dabei sein können, die etwas für sich und für uns erreichen“, sagte de Maizière.

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Stand vom: 09.10.12 | Autor: Sylvia Jaeck


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