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Großes Verdienstkreuz mit Stern für David Petraeus

Washington, 15.02.2012.
Im Rahmen seiner Nordamerika-Reise verlieh Verteidigungsminister Thomas de Maizière am 14. Februar das Große Verdienstkreuz mit Stern an David Petraeus, den Chef des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Mit dieser Ehrung, die bislang nur wenigen ausländischen Soldaten zuteilwurde, wurden die Leistungen von Petraeus als Oberbefehlshaber der internationalen ISAF-Truppen in Afghanistan gewürdigt.

De Maizière zeichnet Petraeus aus

Eine ganz besondere Auszeichnung für David Petraeus (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

In seiner Laudatio betonte de Maizière, dass der ehemalige Vier-Sterne-General in Afghanistan die Trendwende eingeleitet habe. „Der Name Petraeus steht auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst in den Streitkräften unverändert für den strategischen Ansatz der Counter-Insurgency-Strategie“, so de Maizière. Petraeus hatte während seines Kommandos über das US Army Combined Center die sogenannte COIN-Strategie maßgeblich entwickelt und diese später als Oberbefehlshaber im Irak und in Afghanistan eingesetzt.

Im Irak wurden so die Grundlagen für die Beendigung des militärischen Einsatzes geschaffen – in Afghanistan haben sie die wesentlichen Voraussetzungen für die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte gelegt.

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Wichtige Fähigkeiten den Deutschen unterstellt

Der Minister betonte auch, dass Petraeus als ISAF-Befehlshaber die Initiative ergriffen habe, dass dem unter deutscher Führung stehendem Regionalkommando Nord die militärisch besonders wichtigen Fähigkeiten wie MedEvac-Hubschrauber unterstellt wurden. Durch die schnelle Evakuierung von Verwundeten konnte vielen Soldaten das Leben gerettet werden, sagte der Minister. „Mit Fug und Recht kann man sagen, dass die USA damit bis heute erheblich zur Auftragserfüllung im Regionalkommando Nord beitragen.“ Die gemeinsame Afghanistanstrategie wäre ohne diesen Beitrag nur ungleich schwerer zu verwirklichen gewesen.

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Charismatischer Oberbefehlshaber

Petraeus sei für die deutschen Soldaten ein charismatischer und fürsorglicher Oberbefehlshaber gewesen. „Sie verkörpern alle Tugenden, die man mit einem hervorragenden Führer und Vorgesetzten verbindet“, führte de Maizière aus. „Ihr unermüdliches Wirken für die Strategie des vernetzten Ansatzes, Ihren persönlichen Einsatz und Ihre herausragende Führerleistung in Afghanistan verdienen unsere besondere Wertschätzung.“

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Militärischer Werdegang von Petraeus

Sichtlich stolz nahm der ehemalige US-General, der 1974 seinen Dienst in den Streitkräften angetreten hatte, diese Ehrung entgegen. Petraeus war bis Sommer 1989 als Operationsoffizier bei der 7. US-Armee in Deutschland stationiert. Er war neben Afghanistan und Irak unter anderem auch assistierender Stabschef bei SFOR in Bosnien und Herzegowina, Kommandeur der Combined Joint Task Force Kuwait während der Operation Desert Spring in führenden Positionen eingesetzt.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jörg Briedigkeit


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