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Minister trifft polnischen Amtskollegen in Stettin

Stettin, 09.02.2012.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat sich am 8. Februar mit seinem polnischen Amtskollegen Tomasz Siemoniak getroffen. Die Begegnung fand bei der 12. polnischen Mechanisierten Division in Stettin statt.

De Maizière und Siemoniak auf einer Pressekonferenz hinter Mikrofonen

Pressekonferenz der beiden Minister (Quelle: Maksymilian Halec)Größere Abbildung anzeigen

Die beiden Minister hatten viel zu besprechen. Ein Themenschwerpunk des Treffens der beiden Verteidigungsminister war dabei die Fähigkeitsentwicklung der NATO („Smart Defence“) und die verstärkte Rolle multinationaler Kooperationen bei der Sicherstellung der Verteidigungsfähigkeit der NATO.

Im vergangenen Juni hatten die Minister der beiden Staaten einen Rahmenvertrag unterschrieben, der eine intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verteidigungspolitik beschreibt.

Als weiteres Thema wurde das gemeinsame Engagement in Afghanistan erörtert. Beide Minister waren sich einig, dass hier das Motto gilt: „Gemeinsam rein – gemeinsam raus“.

In diesem Zusammenhang sprachen die beiden auch über den Stand der Vorbereitungen zum NATO-Gipfel im Mai in Chicago/USA.

Ein weiteres Thema der Zusammenkunft war der Stand der Neuausrichtung in den deutschen und polnischen Streitkräften. Auch die polnischen Nachbarn befinden sich in einer umfassenden Umstrukturierung ihrer Armee. Die Minister vereinbarten einen engen Erfahrungsaustausch.

Darüber hinaus tauschten sich die beiden Verteidigungsminister über Fragen zur gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) aus. Dazu gehöre auch der gemeinsame Dialog mit Russland sowie die Zusammenarbeit im Rahmen des Weimarer Dreiecks,

De Maizière auf dem Flugfeld, polnische Soldaten stehen Spalier

Empfang mit militärischen Ehren (Quelle: Maksymilian Halec)Größere Abbildung anzeigen

Die beiden Minister vereinbarten zum Abschluss des intensiven Meinungsaustausches, die sehr gute Zusammenarbeit noch weiter zu intensivieren und zu vertiefen.

Nach dem Treffen mit dem polnischen Verteidigungsminister sprach de Maizière auch mit dem kommandierenden General des Multinationalen Korps Nordost, Generalleutnant Rainer Korff.

Das Multinationalen Korps Nordost (MNK NO) wurde im September 1999 aufgestellt. Das MNK NO zeichnet sich gleich durch mehrere Besonderheiten aus. Zum einen wird das Hauptquartier von Deutschland, Polen und Dänemark – den sogenannten „framework nations“ – gemeinsam betrieben. Dazu kommen neun weitere Staaten als „participating states“ – in deren Kreis als jüngstes Mitglied Kroatien zum 30. Januar aufgenommen worden ist.

Im Grundbetrieb führt das Multinationale Korps Nordost keine Truppe. Je nach Einsatz werden ihm Einheiten und Verbände zugewiesen, darunter von polnischer Seite die 12. Mechanisierte Division. Das MNK NO steht für Aufträge zur kollektiven Verteidigung im Rahmen von NATO-Artikel 5 und für Einsätze internationaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung zur Verfügung.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Heike Pauli


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