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Dahin gehen, wo es weh tut“: Minister in Boostedt

Boostedt, 16.01.2012.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat am 13. Januar Boostedt im Kreis Segeberg besucht. Boostedt gehört zu den Bundeswehrstandorten, die nach dem Stationierungskonzept signifikant reduziert werden sollen.

De Maizière wird von einem Soldaten begrüßt

Ankunft in Boostedt (Quelle: Bundeswehr/Wendt)Größere Abbildung anzeigen

In dem Standort zwischen Kiel und Hamburg sollen von 1.980 Soldaten rund 40 übrig bleiben. Das Transportbataillon 162 und das Instandsetzungsbataillon 166 werden zukünftig aufgelöst. Für Soldaten und Zivilangestellte aus diesen Bataillonen und für Mandatsträger der Region nahm sich der Verteidigungsminister bei seinem Truppenbesuch Zeit, um seine Entscheidung zu begründen und den Soldaten Fragen zur Neuausrichtung der Bundeswehr zu beantworten.

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Neustrukturierung der Logistik

Ich wollte dahin gehen wo es weh tut“, sagte de Maizière in der Rantzau-Kaserne. Hier, im großen Versammlungssaal der Kaserne, wo sonst Feierlichkeiten und Jubiläen begangen werden, hatte der Minister etwa 100 Soldaten und Zivilangestellte zusammengerufen. Von Anfang an machte der Minister klar, dass die Neustrukturierung der gesamten Logistik der Bundeswehr der entscheidende Grund für die Standortentscheidungen gewesen sei: Zukünftig soll es in der Bundeswehr sechs Logistikbataillone geben, jeweils mit gleicher Struktur und modularen Spezialisten. Eine Aufteilung in Nachschub-, Instandsetzungs- oder Transportbataillone findet nicht mehr statt.

Die Boostedter Soldaten beschäftigte vor allem die Frage, warum es ausgerechnet ihren Standort getroffen habe. „Es gibt das Logistikzentrum in Wilhelmshaven, die Logistikschule in Garlstedt und auch das Spezialpionierbataillon in Husum bleibt erhalten“, erklärte der Minister. „Der Norden wäre mit Boostedt überversorgt gewesen.“

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Der Einsatz geht vor

Die Sorge um die ganz persönliche Zukunft war ein weiteres zentrales Anliegen der betroffenen Soldaten. Im Februar soll entschieden werden, welche Standorte als erstes aufgelöst werden. Dass Boostedt zu den Standorten der „ersten Welle“ gehören könnte, bezeichnete der Verteidigungsminister als „unwahrscheinlich“. Beide Bataillone haben für 2012 noch Einsatzverpflichtungen: „Der Einsatz geht vor, das ist der Grundsatz an dem wir uns orientieren. Eine Einheit in der Vorbereitung oder im Einsatz soll möglichst nicht zerlegt werden“, versprach der Minister.

Im Frühjahr werde die genaue Personalplanung mit den persönlichen Perspektiven für Soldaten und Zivilbeschäftigte aufzulösender Standorte folgen. Ende Juni sollen dann auch die im zweiten Schritt aufzulösenden Standorte konkret benannt werden.

De Maizière im Porträt

Minister erläuterte die Gründe für die deutliche Standortreduzierung (Quelle: Bundeswehr/Wendt)Größere Abbildung anzeigen

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Unterstützung beim Strukturwandel

Auch bei den Mandatsträgern aus der Region, vom Bürgermeister bis zum Bundestagsabgeordneten, stand trotz der unerwarteten Schließung der Bataillone der Blick in die Zukunft im Vordergrund. Im Hinblick auf die Sorge der Politiker, dass der kleine Ort eine etwaige Konversion des großen Kasernenareals nicht alleine bewerkstelligen könne, sagte der Minister seine Unterstützung bei der Bewältigung des Strukturwandels zu.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Dennis Schneider


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