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Übereinstimmungen bei Analyse der Situation in Afghanistan

Wellington / Neuseeland, 04.10.2012.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Christian Schmidt besucht vom 30. September bis 4. Oktober Neuseeland und Australien. Erste Station seiner Reise war die neuseeländische Hauptstadt Wellington. Dort traf er sich mit Defence Secretary John McKinnon und weiteren hochrangigen Vertretern des neuseeländischen Verteidigungsministeriums.

Schmidt mit Delegation
Gedenken am National War Memorial an die getöteten neuseeländischen Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Rippl)Größere Abbildung anzeigen

Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche zu wichtigen sicherheitspolitischen Themen sowie die Möglichkeiten zur Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Neuseeland.

Gemeinsam mit Defence Secretary McKinnon gedachte der Staatssekretär am Wellington National War Memorial den in Kriegen und internationalen Einsätzen gefallenen neuseeländischen Soldaten.

Neuseeland engagiert sich mit 158 Soldaten an der internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan. In der Provinz Bamyan, angrenzend zum deutschen Verantwortungsbereich, betreiben die neuseeländischen Streitkräfte ein Regionales Wiederaufbauteam. Darüber hinaus blickt der Pazifikstaat auf langjährige Einsatzerfahrungen durch die Beteiligung an einer Vielzahl von internationalen Friedensmissionen.

So sind von den insgesamt 8.572 Soldaten derzeit insgesamt 418 Soldaten in zwölf verschiedenen Ländern eingesetzt. Das Land ist dabei an 14 Operationen und Missionen beteiligt.

Schmidt am Wellington National War Memorial
Der Staatssekretär am Grab des unbekannten Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Rippl)Größere Abbildung anzeigen

Es ist beeindruckend, mit welch starkem Engagement sich ein relativ kleines Land wie Neuseeland für internationale Krisenbewältigung einsetzt“, sagte der Staatssekretär angesichts dieser Zahlen. Vor dem Hintergrund des Abschlusses der ISAF-Mission Ende 2014 will sich auch Neuseeland an einer ISAF-Nachfolgemission beteiligen. „Wir haben bei der Lagebeurteilung zu Afghanistan sehr viele Übereinstimmungen gefunden mit einer durchaus sehr positiven Bilanz im Verhältnis zu der Situation vor wenigen Jahren“, berichtete Schmidt am Ende des Besuchs.

Auch Neuseeland gehe von einem realistischen Szenario aus, dass in Afghanistan zwar nicht die Entstehung einer Westminister-Demokratie zu erwarten sei, die Taliban jedoch keine dominierende Rolle mehr spielen werden.

Chancen zur militärischen Zusammenarbeit sieht Schmidt bei der Ausbildung von Piloten für den Transporthubschrauber NH 90, den Neuseeland ebenso wie die Bundeswehr als Nachfolgemodell für den Bell UH1 D in die Streitkräfte eingeführt hat. „Wir haben in der Ausbildung – zwei neuseeländische Hubschrauberpiloten waren in Deutschland – gute Erfahrungen gemacht“, so der Staatssekretär.

Zweites Ziel seiner Reise ist die australische Hauptstadt Canberra. Dort traf er sich mit Verteidigungsminister Stephen Smith und nahm an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft teil.

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Stand vom: 04.10.12 | Autor: Jan Carsten Rippl


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