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Jugendoffiziere bei der Bildungsmesse didacta

Hannover, 23.02.2012.
Die Jugendoffiziere der Bundeswehr präsentierten die Simulation zur Sicherheitspolitik POL&IS auf Europas größter Bildungsmesse vom 14. bis 18. Februar in Hannover.

Jugendoffizier mit Besuchern vor Monitor am Messestand

Wer weiß es? Sicherheitspolitisches Quiz am Messestand (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Aktion, Interaktion, verhandeln und entscheiden. Oberstufenschüler und Jugendoffiziere faszinierten die Messebesucher zur didacta mit der Simulation POL&IS (Politik und Internationale Sicherheit).

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50 Schülerinnen und Schüler simulieren in Hannover „Politik zum Anfassen“

Auf der Bildungsmesse didacta in Hannover schlüpften die jungen Erwachsenen in die Rollen von Staatsmänner und unterstützten so gleichzeitig die bildungsorientierte Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. „Fünf Tage lang lenken hier die Jugendlichen aus Gymnasien der Umgebung die Weltgeschicke in wirtschaftlichen, umweltspezifischen und militärischen Politikfeldern. Sie bauen ihre Kenntnisse regionaler Bezüge und deren Zusammenwirken aus, schließen Handelsverträge und knüpfen Sicherheitsbündnisse“, berichtet Hauptmann Martin Meurs, Jugendoffizier aus Hannover.

So stellte die Regierungschefin Südostasiens, Dorothea Doerr, den Delegierten der POL&IS-Welt ihr Regierungsprogramm vor: „80 Prozent der Bevölkerung unseres Landes hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Unsere Zielsetzung ist daher, die Infrastruktur unseres Landes zu verbessern, Filteranlagen für private Haushalte einzusetzen und im Rahmen der Erstversorgung das verfügbare Wasser zunächst zu entkeimen. Das Trinkwasser der reichen Bevölkerungsschichten wird zudem besteuert, um Verschwendungen mit dem knappen Gut vorzubeugen.“

POL&IS ist eine prima Ergänzung zum Politikunterricht an unserer Schule“, berichtet die „Nachwuchspolitikerin“ weiter.

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POL&IS – ein Modell das die Vereinten Nationen und Internationale Beziehungen abbildet

Die POL&IS-Welt beruht auf einem Abbild unserer Welt, dabei werden mehrere Staaten zu insgesamt 13 Regionen zusammengefasst, die in allen Bereichen der Weltpolitik interagieren. Die teilweise sehr komplexen weltpolitischen Vorgänge werden durch die Simulation verständlich, indem die Schüler Rollen als Regierungschefs, Staats-, Wirtschafts- oder Umweltminister übernehmen“, erläutert Hauptmann Dennis Liebenthal, Jugendoffizier aus Koblenz den Gästen am Messestand der Bundeswehr.

Die Schüler sollen sich in einer simulierten Welt ausprobieren und Erfahrungen sammeln beim Argumentieren, im Umgang mit Konflikten und bei der Suche nach Kompromissen. Das geschieht, indem die Teilnehmer über Verträge, Bündnisse oder Abrüstung verhandeln sowie bei Friedens- oder Umweltkonferenzen ihre Position vertreten“, so der Spielleiter, Hauptmann Ralf Ollinger.
Ich habe mich zur Wahl des UN-Generalsekretärs aufgestellt, wurde letztlich jedoch nicht von der Generalversammlung ernannt“, berichtet Mahir-Deniz Sambur, der nunmehr das Amt des Staatsministers von Europa bekleidet und die Aufgaben der Sicherheitspolitik, der Entwicklungshilfe sowie diplomatische Aufgaben wahrnimmt. „Außerdem berate ich nunmehr den Regierungschef in außenpolitischen Fragen“, so Minister Mahir-Deniz weiter.

Schüler und Jugendoffizier vor Weltkarte

Gewusst wie: POL&IS (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Zahlreiche Messebesucher, vor allem Pädagogen, zeigten sich von dem interaktiven Messeauftritt der Jugendoffiziere überrascht. Dabei hat die POL&IS-Simulation eindrucksvoll gezeigt, dass nicht nur sicherheitspolitische Inhalte vermittelt, sondern durch Rollenspiele auch methodische und rhetorische Fähigkeiten der Schüler gefördert werden – „eine klasse Sache und pädagogisch wertvoll“, lauten die Meinungen vieler Messebesucher und der begleitenden Pädagogen.

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Didacta 2012 stellt mit 80.000 neuen Besucherrekord in Hannover auf

Europas größte Bildungsmesse setzte neue Maßstäbe. Mehr als 1.500 Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen luden ein, sich gezielt fortzubilden, neue Trends zu erfahren, sich auszutauschen und bildungspolitische Standpunkte zu diskutieren.

Eine gute Erziehung, Bildung und Ausbildung sowie eine berufsbegleitende ständige Weiterqualifikation sind die wichtigsten Faktoren in einer globalisierten, medial vernetzten Welt, die in einem ständigen Wettbewerb um die besten Köpfe, Ideen und Produkte steht“, sagte Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann in der Eröffnungsrede.

Mit einem innovativen Bildungsangebot und einer breitgefächerten Themen- und Forenvielfalt endete nach fünf starken Messetagen in Hannover die größte Bildungsmesse Europas – die didacta 2012.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Winfried Heinz


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