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Parlamentswahl in Afghanistan

Kabul/Afghanistan, 20.09.2010.
Zum zweiten Mal seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 haben die Afghanen über ihr Parlament abgestimmt. Überschattet war die Wahl durch Gewalt und Hinweise auf Manipulationen.

Afghanische Frau steckt ihren Wahlzettel in eine Box

Wahl in Afghanistan (Quelle: dpa/Sabawoon)Größere Abbildung anzeigen

An der Parlamentswahl haben sich nach Angaben der Unabhängigen Wahlkommission 40 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Demnach gaben 3,6 Millionen von 9 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Allerdings schwankten die Angaben über die Zahl der Wahlberechtigten, sodass die genaue Höhe der Wahlbeteiligung unklar blieb.

Die „Free and Fair Election Foundation of Afghanistan“ (FEFA), die die meisten Wahlbeobachter stellte, zeigte sich besorgt über die Qualität der Wahl. Unsicherheit und Gewalt hätten den Wahlprozess in großen Teilen des Landes geprägt.

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Bundeswehrsoldaten in Gefecht verwickelt

Bei Anschlägen durch Aufständische wurden laut afghanischem Innenministerium landesweit über 40 Menschen getötet; darunter vier Soldaten der ISAF-Schutztruppe.

Im Norden bei Baghlan waren auch Soldaten der Bundeswehr in Gefechte verwickelt. Deutsche Soldaten wurden nicht verwundet.

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Vereinte Nationen zollen Respekt

Zur Wahl angetreten waren rund 2.500 Kandidaten, darunter über 400 Frauen. Das afghanische Unterhaus umfasst 249 Sitze. Mit vorläufigen Endergebnissen wird für Anfang Oktober gerechnet; das endgültige Ergebnis soll am 30. Oktober vorliegen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, lobte den Mut und die Entschlossenheit der afghanischen Wähler. Auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zollte den Afghanen Respekt, weil sie trotz der Gewalt zur Wahl gegangen seien. Er lobte außerdem den Einsatz der ISAF, die mit für den Schutz der Wahl gesorgt hatte. Rasmussen sagte den Afghanen weitere Unterstützung zu.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Susanne Lopez


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