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De Maizière im Bürgerdialog - Teil 1 (Sprechertext)

De Maizière: „Heute startet ein Experiment. Ein Minister, ein Verteidigungsminister, stellt sich den Fragen der User von Youtube. Viele Fragen sind gestellt worden. Wir haben Sie dann gebeten, die Fragen anzuklicken, die Sie am meisten interessieren. So ist eine Rangliste entstanden. Heute beantworte ich diese Fragen.

Sprecher: Frage Nummer zehn von spargelpfluecker:
Herr Minister, wie wollen Sie die Bundeswehr von ihrem schlechten Ruf befreien und für hochqualifizierte, vielseitig interessierte Bürger interessanter machen?

De Maizière: „Die Bundeswehr hat keinen schlechten Ruf. Sie hat einen guten Ruf. Kaum einer Institution wird so vertraut wie der Bundeswehr. Trotzdem müssen wir ein attraktiver Arbeitgeber sein, gut bezahlen, gute Arbeitsbedingungen schaffen, etwas fordern von den Mitarbeitern, Verantwortung übertragen. Und dann bleibt der Ruf der Bundeswehr in der Gesellschaft auch gut.

Sprecher: Frage Nummer neun von schutzderheimat:
Herr Minister, wird es endlich wieder Paraden geben? Dies würde den Stolz der Truppe stärken und würde dafür sorgen, dass es wieder eine Ehre wird in der Bundeswehr zu dienen!

De Maizière: „Es wird nach Paraden gefragt. Große Militärparaden machen wir nicht mehr. Aber die Gesellschaft braucht die Bundeswehr auf den Plätzen, auf den Straßen. Sie muss sich zeigen. Auch durch große Symbole und durch großes Kino. Der Große Zapfenstreich ist so etwas. Das lässt niemanden kalt. Und öffentliche Gelöbnisse machen wir. Vor dem Reichstagsgebäude, auf den Marktplätzen unseres Landes. Wir wollen, dass Sie sich zu uns bekennen. Und wir wollen uns zeigen durch solche großen Ereignisse.

Sprecher: Frage Nummer acht von wurstfinger1234:
Herr Minister, warum wird kostbares, mühsam ausgebildetes Personal nach Beendigung der maximalen Verpflichtungszeit ohne Möglichkeit der Verlängerung aus dem Dienst entlassen?

De Maizière: „Wir bemühen uns darum unsere gut ausgebildeten Soldaten, insbesondere die Mannschaftsdienstgrade, länger zu verpflichten als bisher. Sie haben eine gute Ausbildung. Sie können ein Panzer fahren oder ein kompliziertes Waffengerät bedienen und benutzen. Das sollen sie dann auch anwenden. Aber eine unbegrenzte Verpflichtungszeit, die kann und darf es nicht geben. Die körperlichen Anstrengungen sind zu groß. Manchmal ist es vielleicht auch eintönig, immer die gleiche Arbeit zu machen und wir wollen Nachwuchs gewinnen! Wir wollen auch jungen Leuten eine Chance zu bieten, in die Fußstapfen zu treten. Und schließlich muss man ja auch wieder zurück nach der Verpflichtungszeit in den Zivilberuf und dafür darf man auch nicht zu alt sein. Also länger Verpflichtung ja, aber mit Maß.

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Stand vom: 14.08.12


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