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Bundeswehr weiter in Bosnien und Herzegowina

Berlin, 10.11.2011.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey, warb am 10. Oktober im Deutschen Bundestag um die Verlängerung des Bundeswehrmandats für die Mission der Europäischen Union in Bosnien und Herzegowina, Althea.

Einsatzfahrzeug Wolf überquert Brücke

Brücken bauen für ein friedliches Land (Quelle: Bundeswehr/Pötzsch)Größere Abbildung anzeigen

Der Einsatz EUFOR Althea bleibt ebenso wichtig wie richtig, auch wenn er nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung steht“, erklärte Kossendey in der Bundestagsdebatte. Die Entwicklung der Gesamtzahlen seit Beginn der Operation, von mehr als 50.000 NATO-Soldaten im Jahr 1996 zu 1.300 Soldaten der EUFOR heute, mache deutlich, dass sich die Sicherheitslage im Land erheblich verbessert habe.

Ich bitte Sie deshalb um breite Unterstützung für das Mandat und damit für unsere Frauen und Männer im Einsatz“, richtete sich der Staatssekretär an die Abgeordneten. Die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Operation Althea zur weiteren Stabilisierung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina solle fortgesetzt werden. Das Mandat sieht den Einsatz von bis zu 800 Soldatinnen und Soldaten vor.

Der Einsatz
Deutschland engagiert sich seit 1995 in Bosnien und Herzegowina und hat mit bislang über 50.000 Soldaten wesentlich zum Frieden beigetragen. Zunächst im Rahmen der NATO-Operationen IFOR (von 1995 bis 1996) und SFOR (von 1996 bis 2004) sowie seit Dezember 2004 im Rahmen der EU-geführten Operation Althea und des NATO-Hauptquartiers in Sarajevo. Die Mission Althea umfasst derzeit noch insgesamt etwa 1.300 Soldaten in Bosnien und Herzegowina. Zusätzlich werden zwei Bataillone als operative Reserve (ORF) für den Balkan bereitgehalten, um auf Lageverschärfungen reagieren zu können.

Kossendey nutzte das Forum, um den deutschen Soldatinnen und Soldaten zu danken: „Mit Ihrem Einsatz in Bosnien und Herzegowina, wie auch in den anderen Einsätzen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Friedens und letztlich auch für den zivilen Übergang.“

Nun sei es die Aufgabe des Balkanlandes, Verantwortung zu übernehmen. Kossendey betonte: „Die Zukunft des Landes liegt langfristig in der NATO und in der Europäischen Union.“ Dafür bedürfe es aber der Kompromissbereitschaft und des Dialogs zwischen den Volksgruppen. „Und es bedarf eines gemeinsamen Willens zur Gestaltung der gemeinsamen Zukunft.“

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Bettina Berg


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