Sie sind hier: Startseite > Ministerium > Die Ministerin > 20100325 Übergabe InspH

Das Deutsche Heer unter neuer Führung

Bonn, 25.03.2010.
Der Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, hat am 24. März im Rahmen eines feierlichen Appells auf der Hardthöhe in Bonn das Kommando über das Deutsche Heer von Generalleutnant Hans-Otto Budde an Generalmajor Werner Freers übergeben.

Freers, zu Guttenberg, Budde

Der Minister übergibt das Heer von Budde an Freers (Quelle: Bundeswehr/Kazda)Größere Abbildung anzeigen

Zum letzten Mal richtete Generalleutnant Budde das Wort an die Soldaten des Deutschen Heeres. Stellvertretend waren Abordnungen des Heeresführungskommandos, des Heeresamtes, der fünf Divisionen und der Deutsch-Französischen Brigade zum Appell angetreten.

Budde hob hervor, dass vor allem die Soldaten des Heeres in Krisengebieten immer mittendrin stünden: Hand in Hand mit der Zivilbevölkerung und Auge in Auge mit dem gegnerischen Kämpfer. „Wir sind dort im Einsatz, um zu kämpfen, aber auch zu schützen, zu vermitteln und zu helfen“, sage er. Neben einer guten Ausrüstung und hervorragenden Ausbildung müssten Soldatinnen und Soldaten im Heer über besondere Charaktereigenschaften verfügen: die klassischen Tugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Sie würden das Fundament bilden, das allem Handeln zu Grunde liege.

Budde dankte den Soldaten für alles, was sie täglich miteinander geleistet hätten und zollte ihnen Anerkennung, Respekt und Vertrauen. „Ich melde mich als Inspekteur ab und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft im Heer alles Gute - ich wünsche unserem Vaterland und Ihnen Gottes Segen“, sagte Budde am Ende seiner Ansprache.

nach oben

Budde prägte das Heer

Zu Guttenberg vor Mikrofon

Zu Guttenberg dankt Budde für seine Verdienste um das Heer (Quelle: Bundeswehr/Kazda)Größere Abbildung anzeigen

„Herr General Budde, Sie haben das Deutsche Heer in den vergangenen sechs Jahren auf vorbildliche Weise geführt und Sie haben es entscheidend geprägt“, sagte der Verteidigungsminister. Er sprach dem General großen Dank und besondere Anerkennung für seinen verantwortungsvollen Dienst an der Spitze des Deutschen Heeres aus: „Ich bekunde Ihnen meinen persönlichen, größten Respekt für Ihren treuen Dienst als Offizier für unser Land.“

Budde habe das Kommando über das Deutsche Heer im März 2004 in einer schwierigen Phase des Umbruchs übernommen. „Ihre oberste Prämisse war und ist dabei: Einsatz hat Vorrang - alles für den Einsatz“, so der Minister. Es sei Buddes Verdienst, dass die Multinationale Kooperation zu einem Markenzeichen des Deutschen Heeres geworden sei. Die alternativlose Ausrichtung des Heeres auf Teilstreitkraftgemeinsamkeit zur bestmöglichen Auftragserfüllung mit Luft- und Seestreitkräften stehe für diesen Kooperationsgedanken.

nach oben

Das Heer: vielfältig und einsatzbereit

„Sie, Herr General Budde, haben stets für die Vielfalt Ihres Heeres geworben“, erklärte zu Guttenberg. Diese Vielfalt sei für Budde der Ausdruck einer Überzeugung, dass erst im Zusammenwirken der Spezialisten mit ihrer fachlichen Professionalität und ihrer spezifischen Identität der Mehrwert liege. Mit Entschlossenheit habe Budde die Truppengattungen des Heeres neu ausgerichtet und um Fähigkeiten ergänzt. Deshalb könne das Heer heute in unterschiedlichsten Einsatzszenarien mit Erfolg seinen Auftrag erfüllen.

Die Ausrichtung zum Kampf halte das Heer in seiner Vielfalt zusammen. „Es zeichnet Sie aus, dass Sie auch hier klare Worte nie gescheut haben“, betonte der Minister. Er fügte hinzu: „Wenn Sie heute den Stab an ihren Nachfolger weitergeben, so übergeben Sie ein einsatzbereites Heer, ein Heer, das sich jeden Tag aufs Neue im Einsatz bewährt, ein Heer das über Potenzial verfügt, und das für die Zukunft gerüstet ist.“

nach oben

Freers wird neuer Inspekteur

Der neue Inspekteur des Heeres, Generalmajor Werner Freers, hat seine Wurzeln in der Heeresfliegertruppe. Er durchlief eine Vielzahl von Führungs-, Stabs- sowie ministeriellen Verwendungen und sammelte Einsatzerfahrungen in Afghanistan. In seiner letzten Verwendung war Freers Chef des Stabes im Führungsstab des Heeres.

„Herr General Freers, Sie übernehmen ein Heer, das durch Leistungsfähigkeit und Professionalität überzeugt“, sagte zu Guttenberg. Freers sei bestens für die vor ihm liegenden Aufgaben als Inspekteur des Heeres vorbereitet. „Ich weiß das Heer in besten Händen“, fügte der Minister hinzu und wünschte Freers in seiner neuen Verwendung „Fortune in besonderer Weise und Gottes Segen“.

nach oben

Großer Zapfenstreich für Budde

Budde an einem Rednerpult

Generalleutnant Budde dankt seinen Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Kazda)Größere Abbildung anzeigen

Der scheidende Inspekteur, Generalleutnant Budde, trat 1966 seinen Dienst bei den Fallschirmjägern an. Nach fast 44 Jahren Dienstzeit wurde er mit einem großen Zapfenstreich zu seinen Ehren aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Bereits am 10. Februar dieses Jahres verlieh ihm Verteidigungsminister zu Guttenberg das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Generalleutnant Budde hat sich um eine einsatznahe, professionelle Ausbildung und eine werteorientierte Erziehung aller Soldaten sowie eine moderne und bedrohungsgerechte Ausrüstung des Heeres verdient gemacht. Der ausgezeichnete Ruf des Deutschen Heeres im internationalen Umfeld ist seiner Repräsentanz mit zu verdanken.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 03.12.13 | Autor: Volker Jung


http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.ministerium.der_minister&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB010000000001%7C83VAFA975INFO