„Krieg“ in Afghanistan (Sprechertext)
Am Sonntag haben die Soldaten im Feldlager in Kunduz mit einer Trauerfeier Abschied von ihren gefallenen Kameraden genommen. Am Freitag war eine ihrer Patrouillen in Nordafghanistan in einen Hinterhalt der Taliban geraten. Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam mitteilte, waren sie dabei unter anderem mit Panzerfäusten beschossen worden, wobei drei Kameraden getötet und acht weitere teils schwer verwundet worden waren. Damit wurden sie Opfer des folgenschwersten Angriffs auf die Bundeswehr seit Jahresbeginn.
Unterdessen betonte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Bonn in einer Pressekonferenz die kriegsähnliche Lage am Hindukusch.
Zu Guttenberg: „Die Perfidie dieses Anschlags, aber gleichzeitig die Komplexität, macht die Realitäten in Afghanistan deutlich. Und auch wenn es auch nicht jedem gefällt, so kann man angesichts dessen was sich in Afghanistan, in Teilen in Afghanistan, abspielt, durchaus umgangssprachlich - ich betone umgangssprachlich - in Afghanistan von Krieg reden.
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Gleichzeitig sagte er aber auch, dass der Einsatz ein wichtiges Ziel verfolge.
Zu Guttenberg: „Unsere Soldaten stehen vor Ort nicht umsonst und unsere Soldaten werden auch nicht umsonst verwundet oder fallen, im schlimmsten Falle, nicht umsonst. Sie sind im Einsatz für die Sicherheit einer Region, deren Destabilisierung auch unmittelbare Auswirkungen hätte für große Teile dieser Welt.
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Die aus Afghanistan ausgeflogenen verwundeten Soldaten befinden sich in stabilem Zustand.

